NewsPolitikEvaluation zeigt Erfolg der Sozial­psychiatrie-Vereinbarung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Evaluation zeigt Erfolg der Sozial­psychiatrie-Vereinbarung

Mittwoch, 3. Juni 2015

Berlin – Die Sozialpsychiatrie-Vereinbarung (SPV) ermöglicht es Kinder- und Jugend­psychiatern psychisch kranken Kindern und Jugendlichen und deren Eltern eine koordinierte interdisziplinäre Versorgung anzubieten. Sechs Jahre, nachdem die Vereinbarung für alle gesetzlich Krankenversicherten beschlossen wurde, hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) nun die erste umfassende Evaluation hierzu vorgelegt.

„Das interdisziplinäre Vorgehen ist ein voller Erfolg“, bilanziert der Leiter der Evaluation, Bernd Hagen. Sowohl die beteiligten Ärzte und Mitarbeiter als auch die Patienten und deren Eltern beurteilen die Vorgehensweise als gut. In einer sozialpsychiatrischen Praxis arbeitet der Facharzt zusammen mit angestellten Kinder- und Jugendlichen­psycho­therapeuten, Psychologen, Sozialpädagogen, und Sozialarbeitern zusammen. Von außen können Kinder- und Jugendärzte, Ergotherapeuten, Logopäden und Psycho­therapeuten hinzugezogen werden. Auch Schulen, Jugendämter und Beratungsstellen können in den Dialog einbezogen werden.

Sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen: Interdisziplinäre Kooperation

Die 2009 in Kraft getretene Sozialpsychiatrie-Vereinbarung sichert eine qualifizierte ambulante Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher. Die erste Evaluation zeigt sehr gute Ergebnisse. Kinder und Jugendliche, bei denen eine psychische Erkrankung diagnostiziert wird, benötigen oftmals spezielle Behandlungen, die sich auch über längere Zeiträume erstrecken können.

Anzeige

Belegt würden die positiven Beurteilungen zusätzlich durch die hohe Zahl an Kontakten zwischen Patient und sozialpsychiatrischer Praxis, urteilt Hagen: „Die Kontakte sind häufig und vielfältig.“ Auch der Austausch der Experten untereinander, meist in Fallkonferenzen, sei rege.

Rund 85 Prozent der Patienten wurden der Evaluation zufolge psychiatrisch-psycho­therapeutisch behandelt. Die Eltern waren in der Regel einbezogen. Weniger als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen erhielt Medikamente. Die Evaluation des ZI ist ausführlich in der der aktuellen ausgabe des Deutschen Ärzteblattes zu lesen. © pb/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. September 2019
Berlin – Die geplante Richtlinie des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) zur Personalbemessung in der Psychiatrie und Psychosomatik verschlechtert die Situation für Patienten und Mitarbeiter massiv.
Bundesärztekammer kritisiert Personalbemessung in Psychiatrie und Psychosomatik
24. September 2019
Berlin – In den Streit um die Richtlinie zur Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik hat sich jetzt auch der GKV-Spitzenverband eingeschaltet. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hatte
GKV-Spitzenverband verteidigt Beschlüsse zur Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik
23. September 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat sich heute gegen die Kritik der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an der Richtlinie zur Personalbemessung in der psychiatrischen und
G-BA wehrt sich gegen Kritik an Personalbemessung für die Psychiatrie
20. September 2019
Berlin – Noch liegt der konkrete Beschlusstext nicht vor, doch die Kritik an der neuen Richtlinie zur Personalausstattung in der Psychiatrie und Psychosomatik ist bereits laut und deutlich: Nachdem
Heftige Kritik an noch nicht vorliegender, aber beschlossener Psychiatrieleitlinie
18. September 2019
Berlin – Unmittelbar vor der Entscheidung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) zum Personalstand in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken fordert die Patientenvertretung im G-BA, diesen
Patientenvertretung im G-BA fordert mehr Personal in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken
18. September 2019
Berlin – Morgen will der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) einen Beschluss über die künftige Personalausstattung in psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern vorlegen. Gesetzlich vorgegeben
„In der Psychiatrie ist das Personal der wichtigste Qualitätsindikator“
11. September 2019
Wiesbaden – Nach Berichten über Missstände in der Psychiatrie des Klinikums in Frankfurt-Höchst hat der externe Berater die Stationsüberbelegung, fehlende Therapieangebote und die Kommunikation bei
VG WortLNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER