Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gröhe bezweifelt Beitragsanstieg bei den Kassen durch Reformen

Donnerstag, 4. Juni 2015

Kiel – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) hat Vorwürfe der Krankenkassen zurückgewiesen, mit Strukturreformen höhere Kassenbeiträge zu verursachen. „Ich warne davor, jetzt Horrorszenarien zu malen“, sagte Gröhe am Donnerstag am Rande des Medizinischen Fakultätentages in Kiel.

Die Kassen hatten beklagt, dass die von der Regierung geplanten Reformen - etwa der Umbau der ambulanten Versorgung und die Krankenhausreform - nur über eine Erhöhung der Zusatzbeiträge finanziert werden könnten. „Wir haben die nachhaltige Finanzierbarkeit im Blick“, sagte der Minister.

Viele Versicherte hätten sogar von der letzten Reform profitiert, bei der die Beiträge moderat zurückgegangen seien. „Da weise ich die Kritik zurück“, erklärte Gröhe. Man verbinde die Strukturreform und die Finanzierung im Krankenhausbereich mit einer Spezialisierung und besseren Arbeitsteilung. Der Arbeitgeber-Anteil solle auch weiter nicht angriffen werden, sagte der Minister.

Der Beitragssatz zur Kran­ken­ver­siche­rung wird nach Schätzung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen bis 2019 von derzeit 15,5 auf 16,0 bis 16,4 Prozent vom Bruttoeinkommen steigen. Er setzt sich seit Jahresbeginn zusammen aus einem allgemeinen, festen Bestandteil von 14,6 Prozent, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte bezahlen, sowie einem Zusatzbeitrag. Diesen müssen die Kassen aufgrund ihrer Finanzlage regelmäßig neu bestimmen, er wird allein von den Arbeitnehmern aufgebracht. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

7. Mai 2018
Erfurt – „Zechprellerei“ von knapp drei Milliarden Euro allein im vergangenen Jahr hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, den Krankenkassen in
Kassenmilliarden nicht für Beitragssenkungen, sondern für Versorgung einsetzen
26. April 2018
Berlin – Die SPD bleibt bei ihrem Nein zum Vorstoß von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) für einen Abbau der Milliardenrücklagen in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV).
SPD gegen Spahn: Kein Abbau der Krankenkassenrücklagen
26. April 2018
Berlin – Der geplante systematische Abbau der milliardenschweren Finanzreserven der Krankenkassen wird vom GKV-Spitzenverband kritisch gesehen. Die Krankenkassen müssten selbst entscheiden, wie sie
GKV-Spitzenverband gegen Abbau von Finanzreserven
24. April 2018
Berlin – Die CSU hat zurückhaltend auf den Vorstoß von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) reagiert, per Gesetz Beitragssenkungen bei Krankenkassen mit hohen Finanzreserven zu erwirken. „Eine
CSU reagiert zurückhaltend auf Gesetzesvorschlag zum Abbau von Kassenreserven
23. April 2018
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat die Pläne, dass Krankenkassen ihre Finanzreserven künftig bis auf maximal eine Monatsausgabe abschmelzen müssen, gegen Kritik verteidigt. „Wir
Spahn verteidigt Pläne zur Abschmelzung von Kassenreserven
20. April 2018
Berlin – Für das erste gesundheitspolitische Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag liegt der Referentenentwurf vor: Mit dem „Versichertenentlastungsgesetz“ (GKV-VEG) sollen die bisher allein von den
Erstes Spahn-Gesetz verspricht Beitragsentlastung in der GKV
20. April 2018
Berlin – Gesundheitspolitiker von Regierung und Opposition haben sich dagegen ausgesprochen, dass die Krankenkassen ihre Überschüsse an ihre Versicherten weitergeben, so wie es in einem aktuellen

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige