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Politik

Organspende: Aufklärung nach wie vor enorm wichtig

Freitag, 5. Juni 2015

dpa

Frankfurt/Düsseldorf/Berlin – Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat im Vorfeld des Tages der Organspende am 6. Juni auf die Bedeutung einer guten Aufklä­rungs­arbeit hingewiesen. „Je informierter die Menschen sind, desto eher sprechen sie sich für eine Organspende aus“, betonte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. Dies zeige wie wichtig es ist, umfassend über die Voraussetzungen und Abläufe einer Organspende aufzuklären.

Vertrauen in die Nierentransplantation ist gerechtfertigt
Unterdessen hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) anlässlich des Tages der Organspende an die Bevölkerung appelliert, sich aktiv mit dem Thema auseinander­zusetzen und angesichts der fortgesetzten Reformen neues Vertrauen in die Organ­spende zu fassen. DGU-Generalsekretär Oliver Hakenberg betonte: „Durch die eingeleiteten Reformprozesse, mehr Transparenz und Kontrollmechanismen wird die Transplantationsmedizin langfristig verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.“

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Er unterstrich, dass es sich bei dem sogenannten Organspende-Skandal um einen Verteilungsskandal bei der Leber gehandelt habe. „Bei der Niere hat es nie Auffällig­keiten gegeben“, so Hakenberg. Das hätten bundesweite Kontrollen in den Nierentransplantationszentren eindeutig bestätigt. „Vertrauen in die Nierentrans­plantation war zu jederzeit gerechtfertigt“, sagte der Generalsekretär. Zugleich hat sich die DGU erneut für die Nierenlebendspende ausge­sprochen, um dem Mangel an Spendernieren zu begegnen. Eine Richtlinie zur Lebendspende werde derzeit erstellt. Sie soll bis Jahresende vorliegen und wird mehr Transparenz und Sicherheit für die Spender schaffen.

Fragen und Antworten zur Organspende
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat zum Tag der Organspende einen kostenlosen Fragen-und-Antworten-Katalog veröffentlicht, der alle wichtigen Fragen rund um das Thema beantwortet. Er soll Menschen aufklären und bei der Entscheidung für oder gegen eine Spende unterstützen. „Dass 71 Prozent der Menschen in Deutschland zur Organ- und Gewebespende grundsätzlich bereit sind, ist eine sehr erfreuliche und ermutigende Entwicklung“, sagte Michaela Gottfried, Pressesprecherin des vdek.

Gottfried warb dafür, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, sofern es noch nicht geschehen ist: „Trotz der positiven Entwicklung bleibt es enorm wichtig, über das Thema zu sprechen und sich zu informieren“, betonte die Sprecherin. Der Fragen-und-Antworten-Katalog soll dazu einen Beitrag leisten. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #110206
kairoprax
am Samstag, 6. Juni 2015, 15:44

Aufklärung ist anders


Sorry, die DSO klärt nicht auf!
Sie betreibt eine maßlose Werbung und verschleiert nach wie vor und vermutlich intensiver denn je ihre höchsteigenen Machenschaften in einem unsauberen Millionenjgeschäft mit menschlichen Organen.
Ich habe meinen Paß geändert.
Ich möchte nicht Organspender sein in einer Zeit, in der die DSO das Sagen hat.
LNS

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