NewsÄrzteschaftUrologen raten weiterhin zum PSA-Test
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Urologen raten weiterhin zum PSA-Test

Montag, 8. Juni 2015

Hamburg – Auf die unklare Datenlage zu Nutzen und möglichem Schaden der Früherkennung beim Prostatakrebs hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) hingewiesen. Studien dazu benötigten eine Laufzeit von mindestens 15 Jahren. Fachgesellschaft und Berufsver­band empfehlen daher weiterhin Männern ab 45 Jahren, die nach ausführlicher Information über die Vor- und möglichen Nachteile und unter Berücksichtigung der persönlichen Situation eine Früherkennung wünschen, eine Tastuntersuchung und die Bestimmung des PSA-Wertes. „Ein Prostatakrebs, der in einem frühen Stadium festgestellt wird, kann mit größerer Aussicht auf völlige Heilung behandelt werden“, hieß es aus DGU und BDU.

Die Verbände wehren sich dagegen, den PSA-Test als reine Geldmacherei der Urologen einzuschätzen. Sie argumentieren, dass die Sterblichkeit am Prostatakarzinom insgesamt deutlich abgenommen habe, seit es den Test gebe, nämlich in Deutschland um 20 Prozent und in den USA um 35 Prozent.

Anzeige

DGU und BDU reagieren mit ihrer Stellungnahme auf eine Berichterstattung in verschie­denen Medien, unter anderem dem Sender n-tv, den Aachener Nachrichten, der Saarbrücker Zeitung und anderen. Hintergrund der kritischen Berichterstattung ist die Cochrane-Veröffentlichung Nr. CD004720, für die bis 2013 gut 200 potenziell relevante Fachartikel zu Studien überwiegend aus den Jahren bis 2010 ausgewertet wurden. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Oktober 2020
Berlin – Das Mammografiescreeningprogramm können aktuell nur Frauen bis zum 69. Lebensjahr nutzen. Eine Anhebung dieser Altersgrenze auf 75 wurde gestern im Petitionsausschuss des Bundestages
Brustkrebsfrüherkennung: Staatssekretärin Weiß befürwortet Anhebung der Altersgrenze
26. Oktober 2020
London – Ein negatives Ergebnis in einem immunologischen Stuhltest, der okkultes Blut im Stuhl nachweist, hat in einer größeren Studie des britischen National Health Service bei Patienten mit
Immunologischer Stuhltest kann Darmkrebs bei symptomatischen Patienten sicher ausschließen
30. September 2020
Heidelberg – In den USA erkranken altersstandardisiert mehr Frauen an Brustkrebs als in Deutschland. Aber die Sterblichkeit ist offenbar deutlich geringer. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen
Sterblichkeit wegen Brustkrebs bei älteren Frauen in Deutschland höher als in den USA
14. August 2020
Berlin – Mit dem Start der elektronischen Dokumentation in den organisierten Früherkennungsprogrammen am 1. Oktober dieses Jahres wird auch der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) angepasst. Darauf
Früherkennung: Elektronische Dokumentationspflicht ab Oktober
13. August 2020
Köln – Viele Menschen haben aufgrund der Coronakrise Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, Gesundheits-Check-Ups und Zahnarztbesuche aufgeschoben. So lautet das Ergebnis der aktuellen Befragungswelle des
Viele Vorsorgeuntersuchungen wegen Coronakrise aufgeschoben
3. August 2020
Hamburg – Nur knapp jeder fünfte gesetzlich Krankenversicherte geht während eines Jahres zum Hautkrebsscreening. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK).
Hautkrebs: Nur jeder Fünfte geht zum Screening
31. Juli 2020
Magdeburg – Die Einladung mit einem Termin kommt ins Haus, die Untersuchung soll frühzeitig Brustkrebs erkennen helfen und Leben retten. Dennoch lässt inzwischen knapp jede zweite Sachsen-Anhalterin
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER