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Gesellschaft für Ernährung rät von isolierten sekundären Pflanzenstoffen ab

Dienstag, 9. Juni 2015

Bonn – Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät von Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten sekundären Pflanzenstoffen ab. „Über pflanzliche Lebensmittel nehmen wir mehrere Tausend verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe auf. Zudem ist für die gesundheitsfördernde Wirkung möglicherweise die Zufuhr von verschiedenen Pflanzenstoffen im Verbund eines Lebensmittels notwendig. Dies kann ein einzelnes Präparat nicht leisten“, argumentiert die Gesellschaft. Auch der gegenwärtige Trend der Lebensmittelindustrie, sekundäre Pflanzenstoffe in Lebensmitteln anzureichern, berge die Gefahr einer Überdosierung. Die Sicherheit derartiger Maßnahmen sei noch nicht abzuschätzen.

In der Pflanze erfüllen sekundäre Pflanzenstoffe unterschiedliche Funktionen. Einige geben den Pflanzen ihre Farbe oder das Aroma, andere schützen vor Fraßfeinden und Krankheiten oder regulieren das Wachstum. Etwa 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe sind derzeit bekannt. Täglich werden mit einer normalen Mischkost bis zu 1,5 Gramm sekundäre Pflanzenstoffe zugeführt, bei Vegetariern ist die Menge oftmals deutlich höher.

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Wie hoch die optimale Zufuhrmenge sein sollte, lässt sich laut der DGE noch nicht abschätzen. Der aktuelle Forschungsstand reiche nicht aus, um konkrete Empfehlungen für einzelne sekundäre Pflanzenstoffe abzuleiten. Klar ist laut der Fachgesellschaft aber, dass eine hohe Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über pflanzliche Lebensmittel mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie weiterer Krankheiten einhergeht. Epidemiologische Studien belegten zudem, dass diese Substanzen das Risiko für verschiedene Krebsarten senken.

Deshalb empfiehlt die DGE mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse, Samen, Kartoffeln und verschiedene Vollkornprodukte, um möglichst viel von dem großem Spektrum an sekundären Pflanzenstoffen aufzunehmen. © hil/aerzteblatt.de

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