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Ärzteschaft

KBV legt Katalog mit Versorgungszielen vor

Freitag, 12. Juni 2015

Welchen Herausforderungen der ambulanten Versorgung muss sich die Selbstverwaltung stellen?

Berlin – Einen Katalog mit mehreren Versorgungszielen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vorgelegt. Ihr Anliegen ist es zum einen, die hochwertige ambulante Versorgung in Deutschland auch in Zeiten des demografischen Wandels zu sichern. Zum anderen will sie den GKV-Spitzenverband in den Verhandlungen über das Honorar 2016 und im Prozess der Weiterentwicklung des Einheitlichen Bewertungs­maßstabs (EBM) von ihren Vorschlägen überzeugen.

Zu den Zielen gehört unter anderem, die ärztliche Versorgung beim Älterwerden von Frauen und Männern zu sichern. So will die KBV ein spezifisches geriatrisches Angebot in der vertragsärztlichen Versorgung etablieren, zum Beispiel in Form geriatrischer Schwerpunktpraxen. Ziel sollte sein, dass die betroffenen Patienten so lange wie möglich in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld versorgt werden können.

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Dringenden Handlungsbedarf sieht die KBV auch beim ambulanten Operieren sowie bei der Versorgung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen. Die KBV reagiert mit den Versorgungszielen auf den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Der medizinische Fortschritt führe nicht nur dazu, dass die Menschen älter werden, heißt es im Konzept zu den Versorgungszielen. Er sorge auch dafür, dass viele Behandlungen, die früher nur im Krankenhaus möglich waren, heute ambulant erfolgen. Dafür seien adäquate Angebote notwendig.

Die KBV will in den anstehenden Honorarverhandlungen für 2016 mit den Kranken­kassen ihre Versorgungsziele diskutieren und priorisieren. Über geeignete Umsetzungs­maßnahmen und die dafür notwendige Finanzierung könne auf Bundes- oder auf regionaler Ebene verhandelt werden. Aus Sicht der KBV sind die zu fördernden Leistungen für die Gesundheit der Bevölkerung so wichtig, dass sie – ähnlich wie Präventionsleistungen – zu festen Preisen und ohne Mengenbegrenzung vergütet werden sollten. © EB/aerzteblatt.de

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