NewsAuslandGeplantes Handelsabkommen gefährdet „Apotheke der Armen“
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Geplantes Handelsabkommen gefährdet „Apotheke der Armen“

Freitag, 12. Juni 2015

Neu-Delhi/Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine weltweite Kampagne für den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten aus Indien gestartet. Sie soll den indischen Premierminister Narendra Modi davon überzeugen, die Produktion bezahlbarer Generika auch künftig sicherzustellen.

Die Europäische Union (EU), USA, Japan und der Schweiz drängen Indien dazu, Gesetze und Richtlinien zur Produktion und zum Zugang lebenswichtiger Medikamente im Sinne ihrer Pharmaindustrie zu ändern. Sollte Indien diesem Druck nachgeben, stünde Exper­ten zufolge die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen in ärmeren Ländern auf dem Spiel. „Patienten in ärmeren Ländern sind auf den Zugang zu bezahlbaren Medika­menten angewiesen“, unterstrich Philipp Frisch, Koordinator der Medikamenten­kampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. Vor allem bei der Behandlung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria seien indische Generika unverzichtbar.

Anzeige

Die Hilfsorganisation startete ihre Social Media-Kampagne anlässlich der achten Verhandlungsrunde für das regionale Handelsabkommen RCEP (Regional Compre­hensive Economic Partnership) in Kyoto. Es soll Maßnahmen enthalten, die den Zugang zu kostengünstigen Arzneimitteln erheblich beeinträchtigen würden. Ähnliche Verhandlungen gibt es mit der EU, der Freihandelszone EFTA und den USA. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER