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Ärzteschaft

Kammer Rheinland-Pfalz: Trotz Zuwanderung drohen Versorgungslücken

Freitag, 12. Juni 2015

Mainz – Obwohl inzwischen immer mehr ausländische Ärzte und Psychotherapeuten in rheinland-pfälzischen Praxen arbeiten, hat die Kassenärztliche Vereinigung Rhein­land-Pfalz (KV RLP) erneut vor drohenden Lücken in der ambulanten Versorgung gewarnt. Ihrer Ansicht nach lässt sich der erwartete Nachwuchsmangel für frei werdende Arzt- und Psychotherapeutensitze durch Zuwanderung allein nicht decken. Vor diesem Hintergrund forderte sie, die medizinische Aus- und Weiterbildung in Deutschland auszuweiten.

Ende 2014 waren laut KV RLP insgesamt 399 Ärzte und Psychotherapeuten auslän­discher Herkunft in der ambulanten Versorgung des Landes tätig. Das entspricht einem Anteil von 5,5 Prozent. Im Jahr 2006 lag die Zahl der Mediziner mit Migrations­hintergrund noch bei 182, das entsprach 2,9 Prozent.

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Weit mehr als die Hälfte der ambulant praktizierenden Ärzte mit Migrationshintergrund habe jedoch bis zum Erhebungszeitpunkt die deutsche Staatsbürgerschaft ange­nommen. Damit stieg der Ausländeranteil innerhalb der ambulant tätigen Ärzteschaft zwischen 2006 und 2014 von 1,8 Prozent auf 2,3 Prozent, und liegt somit deutlich unter dem Gesamtbevölkerung von Rheinland-Pfalz. Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Ausländeranteil in Rheinland-Pfalz derzeit 8,8 Prozent. Basis der statistischen Auswertungen waren die Daten des Arztregisters der KV RLP. © hil/aerzteblatt.de

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