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Was die Therapietreue bei Diabetes fördert

Montag, 15. Juni 2015

Frankfurt am Main – Mit steigendem Alter verbessert sich die Therapietreue von Diabetespatienten. Außerdem fördert die Einnahme von oralen Antidiabetika und eine Behandlung in diabetologischen Schwerpunktpraxen die Adhärenz. Das berichtet der Statistikdienstleister IMS Health in einer neuen Untersuchung.

Datenbasis waren zwei von IMS geführte Register, die epidemiologische Kennzahlen sowie anonymisierte, prospektiv erhobene Daten zu Diagnosen und Arzneimitteldaten beinhalten. Die Wissenschaftler schlossen für die Jahre 2013 und 2014 insgesamt 983 Patienten aus 76 hausärztlich tätigen und 155 Patienten aus diabetologischen Praxen in die Untersuchung ein.

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Danach verbessert sich die Therapietreue mit steigendem Alter der Patienten statistisch signifikant. So werden rund 63 Prozent der 40- bis 60-Jährigen von den Ärzten als therapietreu eingestuft, jedoch 69 Prozent der 61- bis 70-Jährigen und 74 Prozent der über 70-Jährigen.

Auch die Art der Pharmakotherapie spielt eine Rolle: von den Patienten, die auf orale Antidiabetika eingestellt sind, werden rund 75 Prozent als therapietreu beurteilt, deutlich mehr als bei einer Therapie unter Insulin (67 Prozent) oder einer Kombinationstherapie aus beiden Medikationen (59 Prozent).

In diabetologischen Schwerpunktpraxen schließlich wird mehr Patienten (78 Prozent) eine höhere Therapietreue zuerkannt als in hausärztlichen Praxen (69 Prozent). „Wie wir festgestellt haben, besteht gerade bei der jüngeren Gruppe von Diabetes Typ 2-Patienten hinsichtlich der Compliance Verbesserungsbedarf. Die Therapietreue dieser Patienten zu optimieren, ist für sie selbst wichtig in Anbetracht ihrer Lebensperspektive“, sagte Karel Kostev, Senior Research Advisor bei IMS Health.

Allerdings ist bei der Interpretation der Ergebnisse eine wichtige Limitation zu beachten: Bei der Bewertung der Therapietreue handelt es sich in der Studie um subjektive Einschätzungen der Ärzte, und es ist nicht auszuschließen, dass diese die Therapietreue von Blutzuckerwerten abhängig einstufen. © hil/aerzteblatt.de

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