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Don’t risk your fun: Unfallchirurgen starten Präventionswoche

Montag, 15. Juni 2015

Berlin – Eine bundesweite Aktionswoche gegen Unfälle im Straßenverkehr hat heute die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zusammen mit der AUC – Akademie der Unfallchirurgie gestartet. Die Vorlage für das Konzept namens „P.A.R.T.Y.“ – „Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth“ stammt ursprünglich aus Kanada. Junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren verbringen dazu einen Tag in einer Unfallklinik und erleben, wie Opfer von Verkehrsunfällen versorgt werden und welche kurz- und langfristigen Folgen die Unfälle haben. An der Aktionswoche beteiligen sich 13 Unfallkliniken. Sie befinden sich in Stuttgart, Köln, Ludwigshafen, Koblenz, Münster, Leipzig, Regensburg, Ulm, Bad Pyrmont, Frankfurt, München, Heilbronn und Göttingen.

Parallel geht eine neue Website für Jugendliche mit dem Slogan „P.A.R.T.Y. – Don’t Risk Your Fun!“ online. Die Fachgesellschaft weist daraufhin, dass im Jahr 2014 3.368 Menschen auf deutschen Straßen tödlich verunglückten. Besonders gefährdet seien junge Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren. Ähnlich hoch sei das Unfallrisiko bei den 15- bis 17-Jährigen. In dieser Altersgruppe setzt das Präventionsprogramm an.

„Als Unfallchirurgen erleben wir jeden Tag, welche dramatischen Folgen Risikofreude oder auch nur ein Augenblick von Unachtsamkeit am Steuer haben können. Am P.A.R.T.Y.-Tag erhalten junge Menschen in den Kliniken hautnah einen Eindruck davon“, erläutert Michael Nerlich, Präsident der DGU. Insbesondere junge Menschen machten sich meist keine Vorstellung davon, wie nachhaltig sich das Leben nach einem Verkehrsunfall ändern könne, meint auch Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der DGU. „Selbst wenn man diesen überlebt hat – oft folgen dann langwierige Reha-Maßnahmen, Zukunftspläne in Sachen Beruf und Familie müssen zurückgestellt oder ganz aufgegeben werden“, sagt er.

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Am sogenannten „P.A.R.T.Y.-Tag“ verbringen die Jugendlichen im Klassenverband einen Tag in einer Unfallklinik. Hier erleben sie, welche Stationen ein schwerverletzter Patient durchläuft: Sie besuchen einen Rettungswagen, den Schockraum, eine Intensivstation und die Physiotherapie. Ein Mittagessen mit Handicap – also zum Beispiel mit einem steifen Wirbelsäulenkorsett – gehört auch dazu. Die Schüler werden damit in die Situation eines verletzungsbedingt eingeschränkten Patienten versetzt und herausgefordert, vermeintlich einfache Dinge des täglichen Lebens zu erledigen. Der Tag wird abgerundet durch Diskussionen mit ehemals schwerverletzten Unfallopfern sowie Polizeibeamten.

„Wir möchten Jugendliche die Möglichkeit geben, sich durch diese ungefilterten Eindrücke ein eigenes Bild zu machen“, erklärt Ulla Krause, Leiterin der Nationalen Koordinierungsstelle P.A.R.T.Y. © hil/aerzteblatt.de

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