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Ärzteschaft

Zahl der Auszubildenden in Gesundheitsberufen steigt

Donnerstag, 18. Juni 2015

Berlin – Im Augenblick machen rund 360.000 Jugendliche eine Ausbildung im Bereich der Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe. Ihre Zahl ist laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in den vergangenen Jahren gestiegen.

Davon haben laut der Studie auch die Gesundheitsfachberufe profitiert. Gemeint sind damit die Pflegeberufe, Therapieberufe wie Physio- und Ergotherapie und die Notfallsanitäter. Mit rund 200.000 Schülern 2013/14 gibt es hier ein Plus von mehr als elf Prozent im Vergleich zum Schuljahr 2007/2008.

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Allerdings gilt dies nicht für alle Gesundheitsberufe gleich. So steigen die Schülerzahlen beispielsweise bei den Pflegeberufen, rückläufig sind die Zahlen dagegen unter anderem bei den Ausbildungen zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten und zum Diätassistenten.

Das BIBB weist aber darauf hin, dass die gestiegene Schülerzahl vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs im Gesundheitssektor zu sehen sei. Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen sei zwischen dem Jahr 2000 und Ende 2012 um 22,6 Prozent auf 5,2 Millionen gestiegen – und damit wesentlich stärker als in der Gesamtwirtschaft.

In Deutschland machen derzeit rund 450.000 Schüler eine berufliche Ausbildung außerhalb des dualen Systems. Laut der BiBB-Analyse entscheiden sich aber immer weniger Jugendliche für diese sogenannten vollzeitschulischen Ausbildungsgänge – außer im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, wo die Schülerzahlen steigen. © hil/aerzteblatt.de

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VPT Trier
am Freitag, 19. Juni 2015, 11:25

Zahl der Auszubildenden in der Physiotherapie sinkt

Zeigende Ausbildungszahlen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen vermeldet das Bundesinstitut für Berufsbildung. Bei genauerem Hinsehen gibt es steigende Schülerzahlen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und in der Altenpflege. Schon seit 2005 sinken hingegen die Schülerzahlen in der Physiotherapie. Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs im Gesundheitssektor ist damit sicher, dass dieser in der Physiotherapie in Zukunft nicht mehr gedeckt werden kann. Schon jetzt herrscht Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Wer will aber schon einen Beruf erlernen, in dem er erst einmal die Ausbildung (mit wenigen Ausnahmen) selbst zahlen muss, um dann anschließend ein Bruttogehalt von ca. 2.000,-- € verdienen zu können? Von den gestiegenen Anforderungen und dem Druck abgesehen. Die fortlaufende Deckelung der Vergütungsvereinbarungen durch die Anbindung an die Grundlohnsumme und die daraus resultierende schlechte Lage der niedergelassenen Praxen macht den Beruf immer unattraktiver. Gesetzgeber und Krankenkassen reagieren nicht, treten nur die Kostenbremse und gefährden die Versorgung der Zukunft sehenden Auges.
LNS

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