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Politik

Jens Spahn soll neuer Finanz-Staats­sekretär bei Schäuble werden

Freitag, 19. Juni 2015

Jens Spahn /dpa

Berlin – Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, soll neuer Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium werden. Das verlautete am Freitag aus Koalitionskreisen in Berlin. Der 35-jährige Spahn aus Nordrhein-Westfalen ist CDU-Präsidiumsmitglied und gilt als einer der profilierten jüngeren Bundestags­abgeordneten der Unionsfraktion. Er ist gelernter Bankkaufmann und studierter Politologe.

Spahn soll Steffen Kampeter (52, CDU) ablösen, der ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen kommt. Kampeter soll am 24. Juni zum Nachfolger des Hauptgeschäftsführers der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Reinhard Göhner, gewählt werden.

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Kampeter will unmittelbar nach seiner Kür durch den BDA-Vorstand – also noch im Juni – den Staatssekretärsposten bei Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aufgeben. Seine neue BDA-Stelle tritt er aber erst zum 1. Juli 2016 an. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte nach mehreren umstrittenen Politiker-Wechseln in die Wirtschaft eine Sperrfrist von 12 bis 18 Monaten für Regierungsmitglieder eingeführt. Im Bundestag will der Finanzexperte aus Minden noch ein Jahr bleiben – und sein Mandat dann zum Juli 2016 aufgeben.

Spahn ist seit 2002 im Bundestag. Im vorigen Jahr kandidierte er – gegen den Vorschlag des CDU-Landesverbandes NRW – gegen Ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe für das CDU-Präsidium. Gröhe zog seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurück. Spahn gehört zur Gruppe „CDU 2017” - ein Zusammenschluss jüngerer Christdemokraten aus Bund und Ländern, die Reformen in der Partei vorantreiben wollen. Vor einigen Jahren hat Spahn seine Homosexualität öffentlich gemacht.

Nachfolgerin für Spahn auf dem Gesundheitsexperten-Posten der Fraktion wird nach Informationen des Tagesspiegel die sächsische Abgeordnete Maria Michalk. © dpa/aerzteblatt.de

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