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Ärzteschaft

Apobank trifft Vorentscheidung über die Nachfolge an der Spitze

Samstag, 20. Juni 2015

Düsseldorf – Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (Apobank) in Düsseldorf hat die Weichen für eine Nachfolgeregelung an der Spitze des Vorstands gestellt. Der Aufsichtsrat ernannte den bisherigen Sprecher des Vorstands, Herbert Pfennig, zum Vorstandsvorsitzenden und Vorstandsmitglied Ulrich Sommer zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands.

Diese Beschlüsse hatte zuvor die Ver­tre­ter­ver­samm­lung durch eine Satzungsänderung ermöglicht, mit der die Vorstandsstruktur des genossenschaftlichen Instituts an die anderer großer Banken angeglichen wurde. Mit der Ernennung eines stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden könne ein Nachfolger des Vorsitzenden aufgebaut und die Wachablösung an der Spitze vorbereitet werden, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Hermann S. Keller zur Begründung gesagt. So hat der 53 Jahre alte Sommer, seit 2012 im Vorstand für das Ressort Standesorganisationen, Großkunden und Märkte verant­wortlich, die besten Chancen, die Nachfolge Pfennigs anzutreten, wenn dieser wie angekündigt 2017 in den Ruhestand tritt.

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Pfennig, der die Bank aus der schwersten Krise ihrer Geschichte geführt hat, erhielt von der Ver­tre­ter­ver­samm­lung viel Lob: „Sie haben mit Ihrer tollen Mannschaft die Ärmel hochgekrempelt, Fehler der Vergangenheit bereinigt und die Bank für die Zukunft gut aufgestellt“, sagte Keller. Auch nach den Worten Pfennigs steht die Genossenschafts­bank, heute besser da als vor der Finanzkrise.

Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung beschloss, an die 105.000 Mitglieder – Ärzte, Apotheker, Zahnärzte, Tierärzte und andere Freiberufler – für 2014 wiederum vier Prozent Dividende zu zahlen. Zusätzlich zu dieser Ausschüttung von 40,5 Millionen Euro war die Apobank in der Lage, ihr Reserven- und Rücklagenpolster um 148 Millionen Euro zu vergrößern. Die „herausragende Ertragskraft“ und die inzwischen wieder gute Eigenkapitalausstattung spiegen sich in der Bonitätseinstufung der Bank wider: Die Agentur Moody’s hat der Apobank das langfristige Kreditrating von Aa2 in Aussicht gestellt. Damit wäre sie, wie Pfennig stolz anmerkte, vier Stufen besser als die Deutsche Bank, „was immer das heute noch wert ist.“

Pfennig stellte für 2015 wieder vier Prozent Dividende in Aussicht. Der Jahresüberschuss lag im Zeitraum Januar bis Mai 2015 mit 22,8 Millionen Euro um elf Prozent über dem Vorjahreswert und soll aufs ganze Jahr gesehen leicht steigen. „Das niedrige Zinsniveau trifft uns, es schockt uns aber nicht“, stellte Pfennig heraus. Die Bank könne auch in einer länger anhaltenden Phase niedriger Zinsen bestehen.

Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung stimmte einer Anhebung der Aufsichtsratsvergütung auf 16.000 Euro jährlich zuzüglich 1.200 Euro Sitzungsgeld zu. Die Aufwandsentschädigung für die Mitglieder der Ver­tre­ter­ver­samm­lung, die einen Verdienstausfall oder die Kosten einer Praxisvertretung ausgleichen soll, steigt von 350 auf 700 Euro.

Der Hamburger Orthopäde Torsten Hemker wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er folgt auf den turnusgemäß ausscheidenden Eberhard Gramsch, den früheren Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Karl-Georg Pochhammer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin und Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände (ABDA) wurden wiedergewählt. Vorsitzender des Aufsichtsrats bleibt Apotheker Hermann S. Keller. © Stü/aerzteblatt.de

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