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Ärzteschaft

Jungen Flüchtlingen Berufsmöglichkeiten im Gesundheitswesen aufzeigen

Montag, 22. Juni 2015

Frankfurt – In einem Pilotprojekt unterstützt die Landesärztekammer Hessen junge Flüchtlinge bei der beruflichen Orientierung. Bei dem „HeFmediT“ genannten Projekt („Heranführung von Flüchtlingen im jungen Erwachsenenalter an medizinische Themenfelder in der Berufsausbildung“) kooperiert die Carl-Oelemann-Schule Hessischen Ärztekammer mit einer Schule in Gießen. Schüler zwischen 17 und 26 Jahren, die als Zuwanderer teils unbegleitet nach Deutschland gekommen sind, besuchen hier derzeit den Vorbereitungskurs Hauptschulabschluss oder eine Vorstufe des Vorbereitungskurses. Mittelfristig sollen sie über diese Bildungsförderung in Deutschland arbeiten können.

„Alle Schüler sind hoch motiviert und zeigen sehr starkes Interesse an medizinischen Themenfeldern und Ausbildungsberufen. Ein Teil von ihnen hat in Gießen bereits erfolgreich zweiwöchige Praktika in Krankenhäusern absolviert“, hieß es aus der Kammer. Mit gezielten Praktikumstagen will die Carl-Oelemann-Schule ihnen jetzt die Möglichkeit geben, in einem geschützten Raum unter Berücksichtigung ihrer noch geringen Deutschkenntnisse medizinische Themenfelder kennenzulernen. „Die Heranführung an einfache Aufgabengebiete soll das Interesse an einer Berufsausbildung in einem medizinischen Fachberuf fördern“, beschreibt die Kammer ihr Anliegen.

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Dazu vermitteln Mitarbeiterinnen in den Unterrichtsräumen der Carl-Oeleman-Schule erste Kenntnisse aus ausgewählten Lernbereichen wie Hygienemaßnahmen, Blutdruck-/Pulsmessung, einfache Wundverbände, Kapillarblutentnahme und Blutzuckermessung, einfache Mikroskopierübungen, Ausfüllen eines Formulars und Melden am Telefon. „Mit diesem Projekt unterstützt die Landesärztekammer Hessen Flüchtlinge aus Entwicklungs- und Krisenländern in einer wichtigen Entwicklungsphase der Integration in Deutschland“, hieß es aus der Kammer. © hil/aerzteblatt.de

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