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München erhält regulären Lehrstuhl für Allgemeinmedizin

Dienstag, 23. Juni 2015

München – Die Technische Universität (TU) München hat ihren Stiftungslehrstuhl für Allgemeinmedizin in einen sogenannten ordentlichen Lehrstuhl umgewandelt und damit dauerhaft gesichert.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns und die AOK Bayern hatten den ersten Lehrstuhl für Allgemeinmedizin in Bayern Anfang Juli 2009 gestiftet. Auf einem Festakt bedankten sich jetzt alle Redner für dieses Engagement der beiden Stifter, das eine Initialzündung ausgelöst und weitere Lehrstühle für Allgemeinmedizin in Bayern erst möglich gemacht habe.

„Wir müssen alles daran setzen, mehr junge Medizinstudierende für den Beruf des Hausarztes zu begeistern. Allgemeinmedizin muss deshalb ein fester Bestandteil in der Ausbildung werden“, sagte die Landtagspräsidentin Barbara Stamm auf der Veranstaltung. Die Verstetigung des Lehrstuhls sei dafür ein wichtiger Schritt.

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„Die wesentlichen Forschungsprojekte an unserem Institut betreffen die Versorgung in den Praxen“, betonte Lehrstuhlinhaber Antonius Schneider bei einer Feierstunde zur Umwandlung.

Als „Meilenstein in der Geschichte der medizinischen Fakultät der TU München“ bezeichnete Gerhard Müller, Geschäftsführender Vizepräsident für Studium und Lehre der TU München den neuen Lehrstuhl. Eine Universität dürfe nicht nur Fach-Spezialisten ausbilden, betonte er. „Wir brauchen auch Experten, die den Blick fürs Ganze haben. Dieser ganzheitliche Ansatz trägt entscheidend zur Stärkung der Allgemeinmedizin bei“, so Müller.

Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, stellte fest: „Allgemein­medizinische Forschung ist ein elementarer Bestandteil der hausärztlichen Profession. Wir dürfen nicht an den vorhandenen Strukturen verharren.“

Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der KV Bayerns, ergänzte: „Der Hausarzt ist der Facharzt für die Multi-Morbität. Das ist ein Forschungsfeld, das wichtig und unendlich ist. Auch deshalb braucht es Lehrstühle für Allgemeinmedizin an den medizinischen Fakultäten.“ © hil/aerzteblatt.de

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