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Medizin

Adipositas-Chirurgie bessert Harninkontinenz

Mittwoch, 24. Juni 2015

San Francisco – Die deutliche Gewichtsabnahme nach einer bariatrischen Operation kann verschiedene Folgen der Adipositas beseitigen. Dazu zählt nach den Ergebnissen einer Kohortenstudie in JAMA Internal Medicine (2015; doi: 10.1001/jamainternmed.2015.2609) auch die Harninkontinenz.

Übergewicht erhöht den Druck im Bauchraum und auf die Blase. Viele Menschen mit Adipositas leiden deshalb unter einer Harninkontinenz. Auch 49,3 Prozent der weiblichen und 21,8 Prozent der männlichen Teilnehmer der Longitudinal Assessment of Bariatric Surgery 2 (LABS) litten vor ihrer Operation an einer Harninkontinenz.

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Ein Jahr nach der Operation - die Frauen hatten 29 Prozent ihres Körpergewichts verloren, bei den Männern war es 26 Prozent – war die Prävalenz der Harninkontinenz bei den Frauen auf 18,3 Prozent und bei den Männern auf 9,8 Prozent gesunken, wie Leslee Subak von der Universität von Kalifornien in San Francisco und Mitarbeiter berichten. Bei den Frauen besserten sich Urge- und Stress-Inkontinenz. Bei Männern wurde nur ein Rückgang bei der Urge-Inkontinenz ermittelt (Eine Stressinkontinenz ist bei Männern selten).

Allerdings ist der Effekt einer bariatrischen Operation nicht immer von Dauer. Im zweiten und dritten Jahr hatten viele Patienten wieder an Gewicht zugelegt, was sofort eine Zunahme der Harninkontinenz zur Folge hatte. Bei den Frauen stieg die Prävalenz auf 24,8 Prozent und bei Männern auf 12,2 Prozent. Nach den Berechnungen von Subak kommt es pro 5 Prozent Gewichtsverlust zu einem Rückgang der Harnwegsinkontinenz um 8 Prozent (Relatives Risiko 1,08; 95-Prozent-Konfidenzintervall (1,06 bis 1,10). © rme/aerzteblatt.de

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