NewsÄrzteschaftLänder planen gemeinsame Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Länder planen gemeinsame Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe

Freitag, 26. Juni 2015

Berlin – Der Marburger Bund (MB) begrüßt die geplante Einrichtung einer länderüber­greifenden Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe. Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder hatten die MB-Forderung aufgegriffen und bei ihrer Konferenz Ende Juni den entsprechenden Beschluss einhellig gefasst. Die Aufbau- und die Einarbeitungsphase der Gutachtenstelle soll am 1. Januar 2016 beginnen und zunächst in Form eines dreijährigen Projektes betrieben werden.

„Der Beschluss bietet die Chance, durch eine Bündelung von Sachverstand in einer zentralen Stelle ein einheitliches und transparentes Prüfverfahren zu entwickeln, das 22 regionale Approbationsbehörden einfach nicht gewährleisten können“, sagte MB-Vize Andreas Botzlar. Nun komme es darauf an, die Gutachtenstelle mit ausreichenden Finanzmitteln und Personal zu versehen.

Als ausgesprochen ermutigend wertete Botzlar auch, dass die Ge­sund­heits­mi­nis­ter im Zuge der geplanten Reform des Medizinstudiums (Masterplan 2020) die Frage nach zusätzlichen Studienplätzen für Humanmedizin als eine der vordringlichen Diskussions­punkte betrachten. Erfreulich sei zudem, dass die Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz (GMK) den zunehmenden Ärztemangel im Öffentlichen Gesundheitsdienst in den Vordergrund rückt und eine Angleichung der Vergütung an die Tarife der Ärzte in Krankenhäusern fordert. „Damit rennen die Länderminister bei uns offene Türen ein“, so Botzlar.

Anzeige

Er hofft, dass nun auch die kommunalen Arbeitgeber die Notwendigkeit einer tariflichen Neugestaltung der Ärztevergütung im Öffentlichen Gesundheitsdienst einsehen werden.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Berlin – Bis Anfang Juli ist eine COVID-19-Erkrankung bei 5.762 Menschen als Berufskrankheit anerkannt worden. Das hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) auf Nachfrage bestätigt. Wie
COVID-19 knapp 6.000 mal als Berufskrankheit anerkannt
7. Juli 2020
Berlin – Zu geringes Gehalt und mangelnde Aufstiegschancen halten viele junge Menschen davon ab, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten Untersuchung, die
Interesse an Pflegeberufen vorhanden
24. Juni 2020
Berlin – Das Bundeskabinett hat heute Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten, die durch die
Förderprogramm für Ausbildungsbetriebe
24. Juni 2020
Münster – Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Hans-Albert Gehle, hat sich in der jüngsten Sitzung der Kammerversammlung für eine „interprofessionelle Zusammenarbeit“ der
Ärzteschaft darf nicht in Abwehrkampf verfallen
22. Juni 2020
Berlin – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) spricht sich für ein Tariftreuegesetz im Bund aus, damit fairere Löhne auch für die „Coronaalltagshelden“ gezahlt werden. „Der Bund sollte
Bundesarbeitsminister Heil will bessere Löhne für die „Coronahelden“
17. Juni 2020
München – Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) sieht in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft einen Wachstumsmotor für die Wirtschaft im Freistaat – gerade auch mit Blick auf die
Bayern: Jeder zehnte Euro wird in Gesundheit und Pflege erwirtschaftet
16. Juni 2020
Berlin – Junge Ärzte plädieren für die Einführung des Berufsbildes „Arzt für digitale Medizin“. Dieser müsse fundierte Kenntnisse über digitale Tools und digitale Gesundheitsanwendungen haben und
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER