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Südkorea verschärft Gesetze im Kampf gegen MERS-Infektionen

Freitag, 26. Juni 2015

Ein Mundschutz ist auf den Straßen der südkoreanischen Stadt Seoul inzwischen Normalität /dpa

Seoul – Angesichts des weiter grassierenden MERS-Virus verschärft Südkorea Gesetze und Quarantäne-Regeln. Das Parlament verabschiedet am Donnerstagabend ein neues Gesetz, das Patienten mit hohen Strafen droht, sollten sie die Unwahrheit über ihre Infektion sagen. Falschaussagen gegenüber Behördenmitarbeitern können demnach fortan mit umgerechnet bis zu 16.000 Euro oder bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden. Damit wird die bislang mögliche maximale Geldbuße um das Zehnfache angehoben.

Außerdem schränkt das neue Gesetz die Bewegungsfreiheit von Infizierten ein und sieht die vorübergehende Schließung von kontaminierten Einrichtungen vor.  Verstöße gegen derartige Maßnahmen können mit denselben Strafen geahndet werden wie bei Falschaussagen zur Infektion. Die Zahl der Mitarbeiter im staatlichen Gesundheitswesen, die im Kampf gegen MERS eingesetzt werden, wird zudem auf mehr als 60 verdoppelt. Mit den Maßnahmen reagiert die Regierung auf Kritik an ihrem bisherigen Umgang mit der MERS -Krise.

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Trotz der großen Vorsichtsmaßnahmen wurden am Freitag in Südkorea zwei weitere MERS -Tote gemeldet. Damit stieg die Zahl der Todesfälle in dem Land auf 31. Insgesamt wurden den Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums zufolge 181 Infektionsfälle bestätigt. Gut 2.900 Menschen befanden sich am Freitag in Quarantäne. © afp/aerzteblatt.de

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