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Langfristige Schlag­anfall-Nachsorge am Universitätsklinikum Leipzig

Montag, 29. Juni 2015

Leipzig – Eine neue Sprechstunde für Schlaganfallrehabilitation hat das Universitäts­klinikum Leipzig (UKL) eingerichtet. Sie wendet sich an Patienten, die bereits die herkömmlichen Reha-Maßnahmen durchlaufen haben und eine Einschätzung und Beratung bezüglich der Konsequenzen des Schlaganfalls und weiterer Behandlungs­möglichkeiten suchen.

„Patienten mit Schlaganfall werden im besten Fall zunächst auf einer Spezial-Schlag­anfallstation (Stroke-Unit) akutversorgt. Nach dieser intensivmedizinischen Phase schließt sich in der Regel eine mehrwöchige stationäre Reha-Phase in einer neurologischen Rehabilitationsklinik an, in der defizitäre Funktionen wieder neu erlernt beziehungsweise verbessert werden sollen“, erläutert der Neurologe Bernhard Sehm, einer der Ansprechpartner in der neuen Sprechstunde für Schlaganfallrehabilitation in der Tagesklinik für Kognitive Neurologie am UKL.

Für die Phase nach der stationären Rehabilitation fehle es jedoch oft an einer individuellen neurologischen Beratung hinsichtlich der Folgen des Schlaganfalls und weiterer möglicher Behandlungsmaßnahmen, so Sehm.

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Diese Lücke soll die neue Sprechstunde schließen. Das Team der Sprechstunde bestehend aus vier Ärzten konzentriert sich dabei besonders auf die motorischen und sprachlichen Defizite. „Kommt ein Patient – egal ob kurze oder lange Zeit nach einem Schlaganfall – zu uns, nehmen wir zunächst die komplette Krankengeschichte auf und führen eine neurologische Untersuchung durch“, erläutert Sehm das Vorgehen.

Weitergehende Untersuchungen wie bildgebende Verfahren und kognitive Test ergänzen die Bestandsaufnahme bei Bedarf. Im Anschluss informieren die Ärzte die Patienten über weitergehende Therapiemöglichkeiten. Dazu gehören laut Sehm auch neue Rehabilita­tionsansätze, wie nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren, die an der Tagesklinik in enger Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions-und Neurowissenschaften in Leipzig erforscht werden.

© hil/aerzteblatt.de

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