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KTQ-Qualitäts­management-Verfahren aktualisiert und weiterentwickelt

Montag, 29. Juni 2015

Berlin – Das Qualitätsmanagement-Verfahren KTQ® zur Zertifizierung von Qualität im Gesundheitswesen greift mit einem neuen Manual/Katalog 2015 für den Bereich Krankenhaus aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen auf.

„KTQ“ steht für „Kooperation für Transparenz und Kooperation im Gesundheitswesen“. Das Qualitätsmanagementverfahren ist auf die speziellen Anforderungen in den Bereichen Krankenhäuser, Praxen und MVZ, Rehabilitationseinrichtungen, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Hospize und alternative Wohnformen sowie Rettungsdienste mit jeweils eigenen passgenauen KTQ-Kataloge ausgelegt. „Ziel der KTQ-Zertifizierung war und ist stets die Optimierung von Prozessen innerhalb der Patientenversorgung“, heißt es auf der Internetseite der KTQ.

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Grundlegend für das KTQ®-Verfahren sind sechs zentrale Kategorien „Patienten­orientierung“, „Mitarbeiterorientierung“, „Sicherheit“, „Informations-/Kommu­nikationswesen“, „Führung“ und „Qualitätsmanagement“.

Der neue Katalog trägt der zunehmenden Bedeutung des Risikomanagements unter anderem dadurch Rechnung, dass haftungsrelevante Kriterien gesondert gekenn­zeichnet sind. Damit können KTQ-zertifizierte Kliniken die Umsetzung der im April 2014 geänderten und erweiterten Qualitätsmanagement-Richtlinien des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) nachweisen. Der G-BA hat in dieser Richtlinie die Mindestanforderungen eines Risikomanagements und eines einrichtungsinternen Fehlermeldesystems festgeschrieben.

Der neue KTQ-Katalog bildet außerdem die Empfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und die Forderungen des Patientenrechtegesetzes ab. „Die KTQ-GmbH setzt wichtige Maßstäbe in der aktuellen Debatte um Qualitätsmessung im Gesundheitswesen. Die Gesellschafter der KTQ – Bundes­ärzte­kammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft, Deutscher Pflegerat und die Spitzenverbände der Krankenkassen – werden diese Arbeit weiterhin engagiert und konstruktiv begleiten“, sagte der Vorsitzende der KTQ-Gesellschafterversammlung und Vorstandsmitglied der Bundes­ärzte­kammer, Josef Mischo.

Der neue KTQ-Katalog bezieht in Kategorie 1 (Patientenorientierung) den Nachweis einer leitliniengerechten Behandlung sowie die Einbeziehung unterstützender Prozesse ein, zum Beispiel die Delegation ärztlicher Leistungen.

Ein besonderer Schwerpunkt in der Kategorie 2 (Mitarbeiterorientierung) ist die Mitarbeiterqualifikation.

Die Kategorie 3 (Sicherheit und Risikomanagement) befasst sich ausführlicher mit den neuen Vorgaben des G-BA. Zusätzlich werden auch klinische Umsetzungsmodelle wie Risikoaudit oder Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen angesprochen. Daneben muss die nach KTQ zertifizierte Klinik aber auch Regelungen beim Ausfall relevanter Systeme – zum Beispiel der EDV – nachweisen.

Die Kategorie 4 (Informations- und Kommunikationswesen) befasst sich unter anderem mit dem Ablauf und der Sicherheit der Kommunikations- und Dokumentationssysteme, insbesondere der elektronischen Verarbeitung und Speicherung von Prozessen und Behandlungsdaten.

In der Kategorie 5 (Unternehmensführung) wird die aktive Mitwirkung und Unterstützung der Unternehmensführung gefordert. Hierzu gehört auch eine positive Kultur von Kritik und Anerkennung.

Die Kategorie 6 (Qualitätsmanagement) definiert die Anforderungen an die zu erstellenden Qualitätsziele, die Prozesse und die Struktur des einrichtungsübergreifenden Qualitätsmanagementsystems.

Trotz der inhaltlichen Aktualisierung ist das KTQ-System schlanker und einfacher geworden. Die bisherigen 63 Kriterien sind auf 55 Kriterien reduziert.

Das neue KTQ®-Manual/Katalog Krankenhaus 2015 wird beim 15. KTQ®-Forum am 16./17. Oktober in Berlin vorgestellt. © hil/aerzteblatt.de

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