NewsÄrzteschaftNeue Richtlinie vereinfacht Niederlassungs­förderung in Hessen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Neue Richtlinie vereinfacht Niederlassungs­förderung in Hessen

Mittwoch, 1. Juli 2015

Frankfurt – Eine neue gemeinsame Förderrichtlinie zur Niederlassung in unterversorgten Regionen haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen und die Kranken­kassenverbände des Landes vorgestellt. Sie entwickelt den vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) initiierten „Hessischen Pakt“ weiter.

Die neue Richtlinie soll für eine besonders zielgenaue Förderung der Nachwuchsärzte sorgen. Dafür haben sich KV und Krankenkassen auf Kriterien verständigt, die aus dem aktuellen Bedarfsplan abgeleitet sind. Die Richtlinie soll die Niederlassung von Ärzten in bestimmten unterversorgten Gegenden fördern und zweitens die Niederlassung in den Regionen unterstützen, in denen in den nächsten Jahren mehrere Praxen schließen werden, weil die Ärzte in den Ruhestand wechseln.

Anzeige

Dafür stehen laut der neuen Richtlinie jährlich bis zu 800.000 Euro aus einem sogenannten Strukturfonds zur Verfügung. Damit können ab Juli 2015 bis zu 36 Hausarztsitze und 27 Facharztsitze gefördert werden – 20 davon sind für Kinder- und Jugendpsychiater vorgesehen. Das Ministerium beteiligt sich finanziell nicht mehr an der Förderung.

Förderung von bis zu 55.000 Euro
Um die Anfangsjahre in der eigenen Praxis zu erleichtern, erhalten Förderkandidaten bis maximal 55.000 Euro, auszahlbar in fünf Jahrestranchen à 11.000 Euro. Alternativ können Ärzte die Fördersumme auch als Einmalbetrag in Höhe von maximal 50.000 Euro zur Finanzierung hoher Anfangsinvestitionen erhalten.

Laut der KV ist auch das Antragsverfahren einfacher geworden, „um den Ärzten gerade in der schwierigen Zeit der Planung einer Praxisgründung nicht noch zusätzliche Bürokratie aufzubürden“. Interessierte Ärzte können jetzt ihre Anträge jederzeit stellen – sie werden fortlaufend bearbeitet und geprüft.

Die neue Förderrichtlinie ist ein wichtiger Baustein in einer umfassenderen Nachwuchs­kampagne der KV namens „Arzt in Hessen“. Zu ihr gehört auch, Medizinstudierende für eine Niederlassung in Hessen zu begeistern. KV und Ministerium fördern darin die ärztliche Famulatur, das praktische Jahr und Ärzte in Weiterbildung. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2019
Gifhorn – Um Ärzte auf dem Land zu entlasten, könnten bald Pflegedienste Aufgaben bei Hausbesuchen übernehmen. Ein entsprechendes Modellprojekt besuchte Niedersachsens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Carola
Pflegedienste sollen Hausärzte im ländlichen Raum entlasten
17. Oktober 2019
Spiegelberg – Weil seit langem kein Hausarzt für Spiegelberg im Rems-Murr-Kreis gefunden werden konnte, wird dort nun ein neues Modell erprobt: In der „Ohne-Arzt-Praxis“ sollen sich Patienten künftig
„Ohne-Arzt-Praxis“ im Rems-Murr-Kreis geplant
16. Oktober 2019
Hannover – Mit einer neuen Kampagne will die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) gegen den Ärztemangel vor allem in ländlichen Regionen vorgehen. „Die KV hat bereits vor Jahren ein
KV Niedersachsen startet neue Kampagne gegen Ärztemangel
15. Oktober 2019
Köln – Vor Lücken in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen wegen des Spardrucks, der auf Kinderkliniken lastet, hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gewarnt. „In der
Spardruck auf Kinderkliniken gefährdet Versorgung
9. Oktober 2019
Wiesloch – Ärzte und Bevölkerung nehmen die Gesundheitsversorgung in Deutschland immer noch als sehr leistungsfähig wahr. Allerdings werden die Mängel und Probleme größer, wie der heute
Ärzte beklagen zunehmende Strukturprobleme
9. Oktober 2019
München – Bayern benötigt nach wie vor mehr Medizinstudienplätze. Das hat der Präsident der bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK), Gerald Quitterer, gestern im Vorfeld des 78. Bayerischen Ärztetages in
Bayerische Landesärztekammer sieht erhöhten Bedarf der „Ressource Arzt“
27. September 2019
Magdeburg – Sachsen-Anhalt reserviert an den Universitäten in Magdeburg und Halle Studienplätze für angehende Landärzte. Ein entsprechendes Gesetz wurde gestern Abend vom Landtag in Magdeburg
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER