NewsVermischtesIQWiG bescheinigt Fingolimod Zusatznutzen bei zwei MS-Patientengruppen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

IQWiG bescheinigt Fingolimod Zusatznutzen bei zwei MS-Patientengruppen

Mittwoch, 1. Juli 2015

Köln – Studien mit Fingolimod (Handelsname Gilenya®), ein Wirkstoff zur Behandlung von Erwachsenen mit hochaktiver schubförmig verlaufender Multipler Sklerose (RRMS), weisen auf einen Zusatznutzen bei zwei von drei Patientengruppen hin. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach einer zweiten sogenannten Dossierbewertung wie sie das Arzneimittel­marktneuordnungsgesetz (AMNOG) vorsieht.

Der Hersteller hat gegenüber der ersten Bewertung vor drei Jahren keine neuen Studien vorgelegt, bereits vorhandene aber neu ausgewertet. Auf dieser Basis kommt das IQWiG zu anderen Schlussfolgerungen als 2012: Statt bei nur einer von insgesamt drei Patientengruppen lasse sich nun bei zwei ein Zusatznutzen aus den Daten ableiten.

„Auf Basis der neuen Auswertungen zeigt sich bei Patienten mit rasch fortschreitender schwerer RRMS jetzt nicht mehr ein Anhaltspunkt für, sondern ein Hinweis auf einen Zusatznutzen“, berichten die IQWiG-Wissenschaftler. In der Sprache des Instituts ist ein „Hinweis“ deutlicher als ein „Anhaltspunkt“. Allerdings variiere dessen Ausmaß in Abhängigkeit vom Geschlecht: Bei Frauen sei er beträchtlich, bei Männern dagegen gering.

Anzeige

Sie weisen darauf hin, dass auch das neue Dossier keine verwertbaren Daten für Patienten erhalten, die bereits eine vollständige Vorbehandlung mit Beta-Interferonen (IFN-ß 1a) erhalten haben. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. Oktober 2020
Melbourne – Patientinnen mit Multipler Sklerose, die bereits ein- oder mehrmals schwanger waren, hatten in einem Patientenregister im Durchschnitt 3,3 Jahre später als kinderlose Patientinnen eine
Studie: Kann eine Schwangerschaft den Beginn einer Multiplen Sklerose hinauszögern?
14. September 2020
Mainz – Einen neuen möglichen Ansatz für eine Behandlung der Multiplen Sklerose beschreiben Wissenschaftler um Claire Jacob von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der schweizerischen
Theophyllin unterstützt Remyelinisierung von Nervenfasern
11. September 2020
Dresden – Ein neues Qualitätsmanagementsystem, das konsequent auf digitale Lösungen setzt und die Patientenperspektive gleichberechtigt einbezieht, erproben verschiedene Partner jetzt in Sachsen. An
Neues digitales Qualitätsmanagement für Multiple-Sklerose-Patienten wird in Sachsen erprobt
25. August 2020
Basel – Die monatliche subkutane Injektion des CD20-Antikörpers Ofatumumab, der 2010 zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie eingeführt wurde, hat in 2 Phase-3-Studien die Schubrate von
Multiple Sklerose: CD20-Antikörper Ofatumumab senkt Schubrate besser
13. Juli 2020
Hamburg – Wissenschaftler des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS) im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und
Wissenschaftler suchen nach neuen Ansätzen für MS-Therapie
1. Juli 2020
Dresden – Einen berufsbegleitenden Masterstudiengang „Multiple Sklerose Management“ hat die Dresden International University eingerichtet. „In dem Studiengang wird es um die theoretischen Grundlagen,
Neuer Masterstudiengang zur Multiplen Sklerose in Dresden
30. Juni 2020
Nottingham – Die absichtliche Infektion mit Larven des Hakenwurms Necator americanus hat in einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS)
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER