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IQWiG bescheinigt Fingolimod Zusatznutzen bei zwei MS-Patientengruppen

Mittwoch, 1. Juli 2015

Köln – Studien mit Fingolimod (Handelsname Gilenya®), ein Wirkstoff zur Behandlung von Erwachsenen mit hochaktiver schubförmig verlaufender Multipler Sklerose (RRMS), weisen auf einen Zusatznutzen bei zwei von drei Patientengruppen hin. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach einer zweiten sogenannten Dossierbewertung wie sie das Arzneimittel­marktneuordnungsgesetz (AMNOG) vorsieht.

Der Hersteller hat gegenüber der ersten Bewertung vor drei Jahren keine neuen Studien vorgelegt, bereits vorhandene aber neu ausgewertet. Auf dieser Basis kommt das IQWiG zu anderen Schlussfolgerungen als 2012: Statt bei nur einer von insgesamt drei Patientengruppen lasse sich nun bei zwei ein Zusatznutzen aus den Daten ableiten.

„Auf Basis der neuen Auswertungen zeigt sich bei Patienten mit rasch fortschreitender schwerer RRMS jetzt nicht mehr ein Anhaltspunkt für, sondern ein Hinweis auf einen Zusatznutzen“, berichten die IQWiG-Wissenschaftler. In der Sprache des Instituts ist ein „Hinweis“ deutlicher als ein „Anhaltspunkt“. Allerdings variiere dessen Ausmaß in Abhängigkeit vom Geschlecht: Bei Frauen sei er beträchtlich, bei Männern dagegen gering.

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Sie weisen darauf hin, dass auch das neue Dossier keine verwertbaren Daten für Patienten erhalten, die bereits eine vollständige Vorbehandlung mit Beta-Interferonen (IFN-ß 1a) erhalten haben. © hil/aerzteblatt.de

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