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EBM-Anpassung: Praxisassistenten können bei Hausbesuchen Langzeit-EKG abnehmen

Freitag, 3. Juli 2015

dpa

Berlin – Eine Anpassung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes ermöglicht es seit Anfang Juli, dass nichtärztliche Praxisassistenten bei ihren Hausbesuchen auch ein Langzeit-EKG abnehmen können. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in ihrem Praxis-Newsletter hin.

Der Bewertungsausschuss von Ärzten und Krankenkassen hat dafür die sogenannte Präambel 3.2.1.2 im EBM angepasst. Die Präambel gibt vor, welche Leistungen neben den Hausbesuchen berechnungsfähig sind. Für Hausbesuche ihrer nichtärztlichen Praxisassistenten sind die Gebührenordnungsposition (GOP) 03062 und 03063 vorgesehen. Neu hinzugekommen ist nun die GOP 03322 für die Aufzeichnung eines Langzeit-EKG von mindestens 18 Stunden.

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Da die Änderung im EBM erst im Juni beschlossen wurde, ist sie ab Juli noch nicht in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt. „Trotzdem können Ärzte die genannten Positionen nebeneinander abrechnen. Dass dies möglich sein muss, hat die KBV den PVS-Herstellern vorgegeben“, heißt es in dem Newsletter. Demnach muss die Praxis­software Vertragsärzten gestatten, sich über Regeln und Ausschlüsse hinwegzusetzen, die das PVS bei EBM-Ziffern vorgibt.

Hausärzte können sich von nichtärztlichen Praxisassistenten unterstützen lassen, wenn ihre Praxis im Schnitt mindestens 860 Fälle oder mindestens 160 über 75-jährige Patienten pro Hausarzt im Quartal behandelt.

Dafür erhalten die Praxen seit Jahresbeginn eine Förderung von bis zu 1.320 Euro im Quartal. Mit diesem Geld sollen vor allem die Ausbildung und Ausstattung des Mitarbeiters, zum Beispiel mit einem Auto und Mobiltelefon, finanziert werden. Zusätzlich werden die Hausbesuche vergütet, die der Mitarbeiter im Auftrag des Arztes durchführt. Der nichtärztliche Praxisassistent muss über eine entsprechende Zusatzausbildung verfügen.

© hil/aerzteblatt.de

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