NewsVermischtesDeutsche Krebshilfe betont Bedeutung der Palliativmedizin
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Deutsche Krebshilfe betont Bedeutung der Palliativmedizin

Montag, 6. Juli 2015

Berlin/Bonn – Die Palliativmedizin und die sogenannte translationale Onkologie waren 2014 Förderschwerpunkte der Deutschen Krebshilfe. Darauf hat die Organisation bei ihrer Jahres-Pressekonferenz heute in Berlin hingewiesen.

Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. „Ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher engagierter Menschen in Deutschland könnten wir unsere wichtigen Aufgaben nicht wahrnehmen“, sagte Hans-Peter Krämer, Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschen Krebshilfe.

Im Geschäftsjahr 2014 spendete die Bevölkerung insgesamt 96 Millionen Euro an die Deutsche Krebshilfe. 46,1 Millionen Euro stammten aus Erbschaften und Vermächt­nissen. Hinzu kamen über 390.000 Einzelspenden von Privatpersonen und Firmen mit insgesamt 26,7 Millionen Euro, Erlöse aus Aktionen und Veranstaltungen sowie Kondolenzspenden zu Gunsten der Deutschen Krebshilfe.

Anzeige

Ein wichtiger Förderschwerpunkt ist die Palliativmedizin: „Auch in Anbetracht der Debatte um Sterbehilfe und Sterbebegleitung ist die Stärkung der Palliativmedizin unabdingbar. Denn der Ruf nach Sterbehilfe wird bei einer flächendeckenden palliativmedizinischen Versorgung selten sein“, sagte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Dies bestätigte Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin: „Eine gute ambulante und stationäre Palliativversorgung kann den Wunsch nach Beihilfe zum Suizid in den allermeisten Fällen ausräumen“, betonte er.

Ein weiterer wichtiger Förderbereich der Deutschen Krebshilfe ist die „translationale Onkologie“. Der Begriff bezeichnet die Schnittstelle zwischen der Wissenschaft und ihrer praktischen Anwendung: Die im Labor gewonnen Erkenntnisse sollen den Patienten in Form verbesserter Diagnose- und Therapiemöglichkeiten möglichst rasch zugute­kommen. Insgesamt hat die Organisation im Jahr 2014 rund 31,1 Millionen Euro für die Grundlagenforschung und klinische Krebsforschung zur Verfügung gestellt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17. September 2018
Stuttgart – Das Land Baden-Württemberg will die Hospiz- und Palliativversorgung verbessern. Staatssekretärin Bärbl Mielich (Grüne) hat dazu jetzt einen mit 1,3 Millionen Euro ausgestatteten
Aktionsplan für Palliativversorgung in Baden-Württemberg
10. September 2018
Berlin – Die Ersatzkassen informieren auf einem Internetportal über Hospiz- und Palliativangebote in Deutschland. Der Hospizlotse verzeichnet rund 1.000 ambulante und 260 stationäre Hospize für
Ersatzkassen starten Suchportal zu Hospizangeboten
9. August 2018
Dresden – Der Bedarf an Palliativmedizin in Sachsen steigt vor allem in Leipzig und Dresden an. Zu diesem Ergebnis kommt die Hospizstudie 2017, die das Sächsische Sozialministerium gestern
Bedarf an Palliativmedizin steigt in Städten
7. August 2018
Hannover – Die Fälle häuslicher Sterbebegleitung haben sich Krankenkassen zufolge seit dem Jahr 2005 in Niedersachsen verdreifacht. Nach einer Prognose des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) werde die
Häusliche Sterbebegleitung nimmt in Niedersachsen zu
1. August 2018
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat sich für klare Anforderungen an die Qualität von Weiterbildungen in der Palliativpflege und deren Überprüfung ausgesprochen. „Es ist
Palliativmedizin: Fachgesellschaft fordert Regeln für Pflegeweiterbildungen
24. Juli 2018
Schwerin – Immer mehr Sterbende werden in Mecklenburg-Vorpommern (MV) von ehrenamtlichen Helfern der ambulanten Hospizdienste begleitet. Dies wird von den Krankenkassen wegen der steigenden Fallzahlen
Mehr Geld für ambulante Sterbebegleitung in Mecklenburg-Vorpommern
12. Juli 2018
Berlin – Weit mehr als Menschen als die bisher im Hospizbereich Engagierten können sich ein Ehrenamt in der Sterbebegleitung vorstellen. Dies ist eines der Ergebnisse der vom Deutschen Hospiz- und

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER