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Kasse übernimmt Sporttherapie für krebskranke Kinder in Leipzig

Dienstag, 7. Juli 2015

Leipzig – Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt künftig die Kosten der Sporttherapie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) für krebskranke Kindern und Jugendliche.

„Wir freuen uns sehr über diese finanzielle Unterstützung unseres Therapieangebotes, mit dem wir seit 15 Jahren als Pioniere auf diesem Gebiet vorangehen“, sagte Wolfgang Fleig, medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. Die Klinik könne so ihr Therapieangebot festigen und ausbauen, so Fleig.

„Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass es für Kinder mit Krebserkrankungen entscheidend ist, trotz ihrer Erkrankung möglichst viel Alltag bewahren zu können, und dazu gehört auch und gerade, in Bewegung zu bleiben“, erläutert Holger Christiansen, Leiter der Abteilung für Kinderonkologie am UKL.

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Die Klinik bietet mit dem selbstentwickelten Konzept einer integrierten Sporttherapie allen Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen eine regelmäßige Bewegungstherapie an, abgestimmt auf das Alter und den Gesundheitszustand der Patienten. „Das reicht von Krafttraining im Fitnessraum bis zum Krabbel-Parcours für die Kleinsten“, erklärte Markus Wulftange. Der Sporttherapeut hat das Projekt mit entwickelt und betreut es seit 15 Jahren.

Finanziert wurde das Sportangebot bisher mit Spenden des Vereins „Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig eV". „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass mit der TK jetzt die erste Krankenkasse die Wertigkeit dieser Therapie anerkennt und finanzieren wird“, so Wulftange.

Jährlich werden am UKL rund 50 neue Patienten in der Kinderonkologie behandelt, das Spektrum der Erkrankungen reicht von Leukämie bis zu seltenen Tumoren. Die Kranken­haus­auf­enthalte dauern zwischen sechs und acht Monaten. „In dieser Zeit versuchen wir mit unserem Therapieangebot den Bewegungsdrang der kleinen Patienten aufzufangen und aufrechtzuerhalten“, so Wulftange.

Die Klinik setzt die Therapie aber auch danach fort. „Wir begleiten unsere Patienten auch nach der eigentlichen Therapie, um sie wieder fit zu machen und die Reintegration in die Gemeinschaft Gleichaltriger zu unterstützen“, so der Sportherapeut. © hil/aerzteblatt.de

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