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Ärzteschaft

1,14 Millionen unbezahlte Überstunden pro Quartal in Niedersachsen

Dienstag, 7. Juli 2015

Hannover – Im vergangenen Quartal haben die rund 14.000 niedersächsischen Kassenärzte und Kassenpsychotherapeuten 1,14 Millionen Überstunden ohne Bezahlung geleistet – im Mittel sind das etwa sieben Stunden pro Woche. Allein im Facharztbereich ist rund ein Viertel aller Leistungen nicht vergütet worden – das berichtet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landes.

„Die Forderung nach kürzeren Wartezeiten und die Einrichtung von Terminservicestellen sind vor dem Hintergrund der Überstunden unberechtigt“, sagte der Vorstands­vorsitzende der KV, Mark Barjenbruch, heute in Hannover. Bei begrenzter Vergütung könne es nur begrenzte Leistungen geben. Dies führe zwangsläufig zu längeren Wartezeiten, so Barjenbruch.

Der KV-Chef kritisierte in diesem Zusammenhang die mit dem GKV-Versorgungs­stärkungsgesetz vorgesehenen Terminservicestellen scharf: „Sie sind ein Bürokratiemonster für die Patienten, Ärzte und die KV. Kein Patient wird dadurch schneller einen Termin bei seinem Wunscharzt bekommen“, sagt er.

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Er forderte, den Mehraufwand für die Praxen lieber in die Patientenversorgung zu investieren. „Angesichts der Beteuerungen des Gesetzgebers, die kassenärztliche Tätigkeit von unnötigen Belastungen zu befreien, ist die Einführung der geplanten Service-Stellen blanker Hohn“, so der KV-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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isnydoc
am Dienstag, 7. Juli 2015, 21:54

Freiberufler mit Überstunden?

Vielleicht sollten sich die Funktionäre in den Spitzenpositionen mit der "angemessenen Vorstandsvergütung", die sich seit den Jahren der Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt nachweislich stets nach oben bewegte, einmal vor Augen führen, welchen Blödsinn sie absondern.
Es gibt keinen "Arbeitsvertrag" für freie Berufe, wo eine Stechuhr zum Einsatz kommt ... aber "Nonsense" bleibt nun mal grenzenlos!
LNS

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