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Uniklinik Köln stellt Ärzte und Pflegekräfte ein

Freitag, 10. Juli 2015

Köln – Die Uniklinik Köln hat 2014 im sechsten Jahr in Folge einen Gewinn erzielt, sieht ein positives Ergebnis für 2015 aber nicht als gesichert an. Die Klinik erfreut sich eines ungebrochenen Zustroms von Patienten, deren Gesamtzahl um sechs Prozent auf rund 312.000 anstieg. Davon kamen 60 Prozent zur stationären Behandlung. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor, sprach auf der Jahrespressekonferenz von „großem Vertrauen in unsere menschliche und wissenschaftsnahe Spitzenmedizin“. Das belegten die Vollauslastung der Klinik und die Tatsache, dass 93 Prozent der Patienten sie weiterempföhlen.

200 Millionen Euro pro Jahr für die medizinische Forschung
Schömig sieht die Uniklinik für die Zukunft gut aufgestellt. Das Herzzentrum, die neurolo­gischen Fächer und das Centrum für Integrierte Onkologie hätten sich hervorragend entwickelt. Mit der kardiologischen Elektrophysiologie und der Kinderchirurgie seien 2014 zwei neue medizinische Schwerpunkte etabliert worden. Auf dem Campus in Köln-Lindenthal würden jedes Jahr mehr als 200 Millionen Euro für medizinische Forschung ausgegeben. Die Uniklinik liegt den Angaben zufolge mit einem Anteil von 61 Prozent an Fallpauschalen, die nur Häuser der Maximalversorgung abrechnen können, in Deutschland an der Spitze.

Die ökonomischen Eckdaten: Bei 863 Millionen Euro Umsatz konnte der Gewinn vor Steuern auf mehr als 9,5 Millionen Euro verdoppelt werden, nach Steuern blieben 2,9 Millionen Euro Überschuss. Für das laufende Jahr mochte sich Günter Zwilling, der Kaufmännische Direktor, nicht festlegen, dass ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden könne. Allein die Verlängerung des Mehrleistungsabschlags durch den Gesetzgeber belaste die Klinik mit 5,6 Millionen Euro jährlich.

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Pflegesonderprogramm: „Tropfen auf den heißen Stein“
Eine Entlastung um 2,4 Millionen Euro bringe der Versorgungszuschlag, der aber nach dem Willen der großen Koalition von 2017 an wegfallen solle. Der Vorstand der Uniklinik fordert Korrekturen an der geplanten Krankenhausreform, die nach jetzigem Stand dem System Geld entziehe. Das in Aussicht gestellte Pflegesonderprogramm wertete Zwilling als „Tropfen auf den heißen Stein“.

Die Uniklinik Köln hat im vergangenen Jahr 60 zusätzliche Pflegekräfte eingestellt. Insgesamt wurden 217 Vollzeitstellen geschaffen, überwiegend in Krankenversorgung und Forschung, die Beschäftigtenzahl stieg auf knapp 10.300. Bei allen weiterhin notwendigen Anstrengungen zur Kostensenkung schloss der Vorstand einen Personalabbau aus. „Um der Patientennachfrage gerecht zu werden, brauchen wir mehr Personal“, hob Schömig hervor © Stü/aerzteblatt.de

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