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Pathologiekurs in Jena mit einem digitalen Histologiekasten

Montag, 13. Juli 2015

Jena – Einen „digitalen Histologiekasten“ haben der Medizinstudent Marcus Welther und der Dozent Bernd Romeike in Jena erstellt. Im Pathologiekurs – fünftes Semester – lernen Medizinstudierende, wie sich Zellen, Gewebe und Organe bei Krankheiten verändern. Dazu erhält jeder Studierende einen Holzkasten mit Gewebeschnitten auf Glas-Objektträgern, die er begleitend zur Präsentation des Dozenten unter dem Mikroskop betrachten kann. Nun gibt es den Histokasten auch in digitaler Form. „Wir haben die gesamten mikroskopischen Präparate digitalisiert und mit ausführlichen Erläuterungen online verfügbar gemacht“, erläutert Welther.

Der digitale Histokasten ist nicht nur zeitgemäßes Lehrmaterial für Selbststudium und Wiederholung, sondern wird auch im Kurs eingesetzt. „Im digitalen Bild kann man charakteristische Strukturen markieren, die dann alle am selben Präparat sehen“ erklärt Romeike. Die digitalen Präparate seien nicht zuletzt für Studierende mit Kind eine erhebliche Erleichterung, weil sie überall verfügbar seien.

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Der Neuropathologe Romeike absolviert ein berufsbegleitendes Masterstudium in Medizindidaktik und beschäftigt sich speziell mit der Didaktik im Fach Pathologie. Im kommenden Semester will er im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie testen, ob die Studierenden mit dem digitalen Histokasten ebenso gut lernen können wie mit dem hölzernen. Obwohl dies naheliege, stehe der Beweis dafür noch aus, hieß es aus Jena. © hil/aerzteblatt.de

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