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Ärzteschaft

Kammer Westfalen-Lippe erteilt Einheits-Kranken­versicherung Absage

Montag, 13. Juli 2015

Münster – Als „Schnee von gestern“ und „rückwärtsgewandte Politik“ hat der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, die Forderung nach einer sogenannten Bürgerversicherung bezeichnet. Windhorst, als Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer zuständig für die Verhandlungen zur Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), erteilte damit einem Antrag der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag eine deutliche Absage. Der Antrag trägt den Titel „Private Krankenversicherung als Vollversicherung abschaffen. Hochwertige und effiziente Versorgung für alle“.

„Es ist ein landläufig verbreiteter Irrtum, eine scheinbare Zwei-Klassen-Medizin werde durch eine Einheitsversicherung verhindert“, sagte Windhorst. Vielmehr habe sich das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung bewährt und sei ein Garant für medizinischen Fortschritt und Innovationen in der Patientenversorgung.

Die private Krankenversicherung (PKV) leistet laut Windhorst einen wichtigen Beitrag zur Solidarität aller Bürger bei der Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens. Denn die Leistungen der PKV seien notwendig, um die bewährten Strukturen von ambulanter und stationärer Patientenversorgung zu erhalten. Wichtige Investitionen seien dort allein aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) „längst nicht mehr zu finanzieren“, so der Westfälische Ärztepräsident. „Die PKV alimentiert die GKV“, betonte Windhorst.

© hil/aerzteblatt.de

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