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Ausland

UNO: HIV-Neuinfektionen seit 2000 deutlich zurückgegangen

Dienstag, 14. Juli 2015

www.unaids.org

Genf – Die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus ist seit 2000 stark zurückgegangen. Von rund 3,1 Millionen Neuinfektionen im Jahr 2000 habe sich die Zahl bis 2014 auf zwei Millionen verringert, teilte das UN-Aidsprogramm UNAIDS am Dienstag mit. „Wir sind auf dem Weg zu einer Generation ohne Aids”, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei einer Konferenz in Addis Abeba.

Der UN-Generalsekretär gab als Ziel aus, bis zum Jahr 2030 die „Aids-Epidemie zu beenden”. Dies sei „ehrgeizig, aber realistisch”, sagte Ban. UNAIDS-Chef Michel Sidibe sagte, in einem internationalen Aufruf sei 2011 das Ziel gesetzt worden, bis 2015 sollten 15 Millionen Menschen eine lebensrettende HIV-Behandlung erhalten. Dieses Ziel sei „exakt” eingehalten worden – und zwar noch vor Fristablauf. Die Weltgemeinschaft habe eines der Millenniumsziele erreicht, betonte der UN-Generalsekretär. „Wir haben bei Aids die Ziele erreicht und übertroffen.”

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Er wies darauf hin, dass inzwischen 15 Millionen Menschen eine angemessene HIV-Behandlung erhielten. Die UN-Verantwortlichen appellierten zugleich, in den Anstrengungen zur Eindämmung von HIV nicht nachzulassen. Bis 2020 müssten dafür pro Jahr rund 29 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Derzeit gibt es weltweit rund 36,9 Millionen HIV-Infizierte. Davon leben 70 Prozent in Afrika südlich der Sahara.

In 83 Ländern ist die Zahl der Neuinfektionen stark rückläufig. In Afrika entfallen auf die drei Länder Nigeria, Uganda und Südafrika mehr als die Hälfte der Neuinfektionen des Kontinents, in Asien machen die Neuinfektionen in China, Indien und Indonesien mehr als drei Viertel der Fälle aus.

Die seit 1996 angebotene Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten hat zur Eindämmung der HIV-Neuinfektionen wesentlich beigetragen. UNAIDS verfolgt im Kampf gegen die Aids-Krankheit die sogenannte 90-90-90-Strategie: Bis zum Jahr 2020 sollen 90 Prozent der Menschen mit HIV von ihrer Infektion wissen, 90 Prozent von denen, die davon wissen, sollen eine antiretrovirale Therapie befolgen und bei 90 Prozent der Behandelten soll der Virusbefall unterdrückt und damit nicht mehr nachweisbar sein. © afp/aerzteblatt.de

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