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Neue Forschergruppen der Deutschen Forschungs­gemeinschaft

Mittwoch, 22. Juli 2015

Bonn/Bochum – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet neun weitere sogenannte Forschergruppen und eine neue klinische Forschergruppe ein. Vier Gruppen widmen sich medizinischen Fragestellungen. Sie arbeiten orts- und fächerübergreifend. In der ersten Förderperiode erhalten die zehn Gruppen über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt rund 24,5 Millionen Euro. Die DFG fördert insgesamt 189 Forschergruppen, darunter 18 klinische Forschergruppen.

Die Forschergruppe „Integrierte chemische Mikrolaboratorien“ vereint Experten der analytischen und der synthetisch-organischen Chemie. Die Mikrolaboratorien sollen leistungsfähiger sein als bisherige Verfahren und neue Einblicke in chemische Prozesse erlauben. Mit ihrer Hilfe könnten dann zum Beispiel neue pharmazeutische Wirkstoffe entwickelt werden. (Sprecher: Detlev Belder, Universität Leipzig)

Die klinische Forschergruppe „Pemphigoid Diseases – Molecular Pathways and Their Therapeutical Potential“ untersucht blasenbildende Erkrankungen der Haut. Grund für die Blasenbildung ist, dass sich zwischen der obersten Hautschicht, der Epidermis, und der darunterliegenden Dermis die Haftungskomplexe auflösen, nachdem Immunzellen in die Dermis eingewandert sind. Die Gruppe untersucht die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen dieses Prozesses. (Sprecher: Detlef Zillikens, Universität zu Lübeck)

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Die Forschergruppe „Active Perception“ untersucht den Zusammenhang von Wahrnehmung, Kognition und Handlung und führt dazu psychologische, neurowissenschaftliche und mathematische Perspektiven zusammen. (Sprecher: Hermann Müller, Ludwig-Maximilians-Universität München)

Die ersten fünf Jahre in der Entwicklung des Menschen wird die Forschergruppe „Crossing the Borders: The Interplay of Language, Cognition, and the Brain in Early Human Development“ mit einem integrierten Ansatz untersuchen, der Psychologie, Sprachwissenschaften und Neurowissenschaft umfasst. (Sprecherin: Barbara Höhle, Universität Potsdam)

Die Forschergruppe „Targeting Therapeutic Windows in Essential Cellular Processes for Tumor Therapy“ möchte neue Wege der Tumorbekämpfung erarbeiten. Ansatzpunkt ist dabei die Beobachtung, dass Krebszellen nur deshalb wachsen und überleben können, weil Abläufe in den Zellen grundlegend verändert sind. Beispielsweise verändert sich in Tumorzellen der Energiestoffwechsel, die Signalweitergabe wird beeinträchtigt, und es kommt zum Kontrollverlust über Wachstumsmechanismen der Zelle.

Die Wissenschaftler der Forschergruppe haben sich zum Ziel gesetzt, die Mechanismen dieser Veränderungen genauer zu verstehen und darauf aufbauend verbesserte Tumortherapien zu entwickeln. (Sprecher Martin Eilers und Lars Zender, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Eberhard Karls Universität Tübingen). © hil/aerzteblatt.de

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