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Beim diabetischem Fußsyndrom trotz Wärme feste Schuhe tragen

Mittwoch, 22. Juli 2015

Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) rät Menschen mit einem diabe­tischen Fußsyndrom (DFS), trotz des Sommers auf das Barfußlaufen und auf Sandalen zu verzichten. „Menschen mit einem diabetischen Fußsyndrom nehmen Hitze oder Kälte, Schmerzen oder Verletzungen kaum bis gar nicht wahr“, erklärte der Vorstands­vorsitzende der AG diabetischer Fuß, Ralf Lobmann vom Klinikum Stuttgart. Schon kleinste Verletzungen am Fuß könnten bei den Patienten schwerwiegende Folgen haben. Aus einer kleinen Druckstelle entwickle sich mitunter ein Geschwür, das nur langsam oder gar nicht heile.

Schlechtes Schuhwerk verursacht rund die Hälfte aller DSF-bedingten Fußverletzungen. Die Patienten sollten Barfußlaufen, Sandalen, zu enges Schuhwerk und harte oder unebene Sohlen meiden, meint Lobmann. „Hier gilt es, wirklich achtsam zu sein und die Füße pfleglich zu behandeln“, rät der Diabetes-Experte. Durch passende Schutzschuhe ließen sich viele Verletzungen am Fuß vermeiden.

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Um festzustellen, ob ein Patient am DFS leidet, untersucht der Arzt bestehende Wunden oder die Haut auf mögliche Veränderungen. Er kann jedoch auch die Empfindlichkeit der Füße durch einen Warm-Kalt-Wahrnehmungstest prüfen. Bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung untersucht der Experte die Gefäße zusätzlich mit der Dopplersonografie.

„Liegt keine Schädigung der Nerven vor, haben Menschen mit Diabetes beim Schuhkauf freie Wahl“, so Lobmann. Dennoch sollten sie in regelmäßigen Abständen ihre Füße von einem Spezialisten kontrollieren lassen. Denn je früher die ersten Anzeichen eines DFS entdeckt würden, desto besser sei die Prognose.

Die DDG zertifiziert zusammen mit der AG diabetischer Fuß Einrichtungen zur Behandlung des DFS. © hil/aerzteblatt.de

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