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Allergiker warnen vor Unterversorgung

Donnerstag, 23. Juli 2015

www.allergiezeugen.de

Berlin – Gegen eine drohende Unterversorgung von Allergikern protestieren die im Deutschen Lungentag zusammengeschlossenen zwölf Patienten- und Fachorgani­sationen. Sie haben dafür die „Aktion Allergiezeugen“ initiiert. Die Kampagne ist Teil des diesjährigen Deutschen Lungentags, der mit verschiedenen Veranstaltungen über Allergien informiert. Unterstützt wird die „Aktion Allergiezeugen“ vom Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI).

Im Rahmen der Aktion zeigen Betroffene mit anonym auf die Internetseite der „Aktion Allergiezeugen“ geladenen Fotos, dass Allergien keine Bagatellerkrankungen sind. Insektengiftallergien oder allergisches Asthma seien zum Beispiel lebensbedrohlich. Die meisten allergischen Erkrankungen schränkten die Lebensqualität der Betroffenen massiv ein.

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Die Initiatoren weisen darauf hin, dass Allergiepatienten auch von den geplanten Rabattverträgen für Adrenalininjektoren Gefahren drohten: Die Injektoren sind Bestandteil des Notfallsets, das gefährdete Patienten zur Beherrschung des lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks erhalten.

Die Einführung von Rabattverträgen bedeute für gesetzlich Versicherte, dass der Apotheker unter Umständen nicht den vertrauten, vom Arzt verordneten, sondern den im Rabattvertrag der jeweiligen Kasse festgelegten Injektor aushändigt. Im Notfall sei es aber wichtig, nicht irgendeinen zugelassenen Injektor zur Hand zu haben, sondern einen vertrauten, dessen Anwendung die Patienten unter Anleitung des Arztes geübt haben und sicher beherrschen. © hil/aerzteblatt.de

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anaesthesist_meyer
am Freitag, 24. Juli 2015, 10:16

Nicht nur die Notfallbehandlung ist unzureichend

Wenn man die Behandlung von Allergikern mit der von kardiologischen Patienten vergleicht, wird einem bewußt, wo die Versicherungsgelder "versacken"! Der Allergiker muß den Großteil seiner Medikamente und Behandlungen, wenn es um Komplementärmedizin geht, aus eigener Tasche zusätzlich zu seinen GKV-Beiträgen bezahlen. Das ist so nicht in Ordnung! Außer Cortison und eben den Notfallmedikamenten und teilweise teurer und nicht immer sinnvoller Diagnostik ist die Behandlung mehr als insuffizient. Und nun soll durch ohnehin unsinnige Rabattverträge diese Versorgung weiter verschlechtert werden. Wo bleibt da das Wort von Immunologen und Allergologen? Denen scheint das wohl egal zu sein!?
LNS

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