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Eingeschränkte Gesundheits­versorgung von Asylsuchenden ist ökonomisch unsinnig

Donnerstag, 23. Juli 2015

dpa

Heidelberg – Der eingeschränkte Zugang zur medizinischen Versorgung für Asyl­suchende ist nicht nur ethisch fragwürdig sondern auch ökonomisch verkehrt. Die jährlichen Pro-Kopf Ausgaben für die eingeschränkte medizinische Versorgung bei Asylsuchenden lagen in den vergangenen 20 Jahren (1994 bis 2013) um circa 40 Prozent und damit 376 Euro höher, als bei Asylsuchenden, die bereits einen regulären Anspruch auf die Leistungen der gesetzlichen Kranken­versicherung hatten. Das berichten Wissenschaftler der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg und der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld in der Zeitschrift PLoS One (doi:10.1371/ journal.pone.0131483).

Nur wenn Asylsuchende unter akuten Gesundheitsproblemen leiden, Schmerzen haben oder eine Behandlung unaufschiebbar ist, werden sie medizinisch behandelt. Erst nach längerem Aufenthalt in Deutschland – derzeit 15 Monate – können sie die Leistungen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung in vollem Umfang beanspruchen. So will es das Asylbewerberleistungsgesetz.

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„Rationale, gesundheitswissenschaftliche Erkenntnisse und ethische Grundsätze müssen dringend stärker berücksichtigt werden“, fordert Kayvan Bozorgmehr, Autor der Publi­kation und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg.

Die Wissenschaftler haben repräsentative Daten des statistischen Bundesamtes der Jahre 1994 bis 2013 ausgewertet und kommen zu dem Ergebnis: Dürfen Asylsuchende ohne bürokratische Hürden und ohne Leistungseinschränkungen Regelversorger wie Allgemein-, Haus- und Kinderärzte aufsuchen, sind die Gesundheitsausgaben niedriger. Unter den Bedingungen eines gleichen Zugangs für alle Asylsuchenden hätten die Gesamtausgaben für die medizinische Versorgung der letzten 20 Jahre um circa 22 Prozent gesenkt werden können.

„Unsere Studie belegt, dass eine bundesweite Umsetzung des Bremer Modells – bei dem seit 2005 bürokratische Hürden zur Versorgung abgebaut wurden – nicht zwingend mit Mehrkosten verbunden sein muss“, betont der Ko-Autor Oliver Razum, Dekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. In Bremen und Hamburg erhalten Asylsuchende ohne Wartezeit eine Gesundheitskarte und damit besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung.

„Qualitativ gute, bedarfsgerechte und kostengünstige Versorgung ist vor allem durch integrierte, primärmedizinisch orientierte Systeme zu erreichen. Parallelsysteme hingegen sind teuer und ineffizient, vor allem wenn sie Teile der Bevölkerung von der Versorgung ausschließen“, so das Fazit der Studie. © hil/aerzteblatt.de

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M. Malone
am Freitag, 7. August 2015, 10:47

Gesellschaftlicher u. ökonomischer Wahnsinn!

Eine uneingeschränkte medizinische Versorgung von Asylbewerbern zu Lasten der Allgemeinheit würde den Zustrom noch drastisch erhöhen, wäre ungerecht gegenüber bestimmten Gruppen hier(verarmten langjährigen PKV Versicherten)
und würde die Kosten weiter explodieren lassen. Man muss als "Gutmensch" schon weit außerhalb der Realität leben und fürstlich finanziell abgepolstert sein(wie Herr Montg.) um nicht zu sehen welches Konflikt- und Angstpotential sich da aufbaut.
Freien uneingeschränkten Zugang zum Gesundheitswesen, zum Wohnungsmarkt(natürlich auf Kosten der immens überschuldeten Kommunen), ein phantastisches Programm um immer noch mehr hierhin zu holen und ein Konfliktpotential mit
schwächeren Teilen der hiesigen Bevölkerung(Harzt 4, Geringverdiener) hier aufzubauen, aufgebaut auf Angst, das den gesellschaftliche Frieden sprengen wird.
Das Verhalten der Politik und sonstigen "gutmensch" Verantwortlichen ähnelt dem
Installateur, der bei einem Wasserrohrbruch Wannen, und noch eine Wanne und immer so weiter (anstatt den Haupthahn abzusperren) empfiehlt.
Würde den jemand beauftragen - also weg mit unseren saturierten korrupten und selbstgefälligen Installateuren( oh, natürlich Politikern)
LNS

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