NewsÄrzteschaftFamulaturförderung in Bayern kommt gut an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Famulaturförderung in Bayern kommt gut an

Freitag, 24. Juli 2015

München – Ein vom Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) und der Techniker Kranken­kasse (TK) gestartetes Famulatur-Projekt trifft auf positive Resonanz bei den Studierenden. „Kurz nach Start des Projektes trafen zahlreiche Bewerbungen ein. Letzte Woche konnten wir nun 20 Studierenden mitteilen, dass sie eine Förderung erhalten werden“, sagt Dieter Geis, Vorsitzender des BHÄV.

Das Förderprojekt soll das Interesse bei Medizinstudierenden an der Hausarztmedizin wecken: Die Studierenden erhalten Unterbringungs- und Reisekosten bis zu einem Betrag von jeweils 500 Euro pro Famulatur in einer Hausarztpraxis. Die Förderung soll einen Anreiz setzen, für die Famulatur eine Praxis im ländlichen Raum auszuwählen.

„Mit unserem gemeinsamen Förderprojekt räumen wir finanzielle Hindernisse aus dem Weg, denn das knappe Studentenbudget erlaubt es meist nicht, zusätzlich eine Unterkunft auf dem Land für die Zeit der Famulatur zu finanzieren oder die Anfahrts­kosten bei größeren Entfernungen zur Landarztpraxis aufzubringen“, erläuterte der Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, Christian Bredl.

Anzeige

Von einer ähnlich guten Resonanz berichtet auch die Bundesvertretung der Medizin­studierenden in Deutschland (bvmd) bei ihrem Projekt „Land in Sicht“. Nach dem Start im vergangenen Jahr in Bayern unterstützen in diesem Jahr die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) und die Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen (savth) Famulaturplätze im Rahmen von „Land in Sicht“.

Im vergangenen Jahr hatte die bvmd zusammen mit der KV Bayerns 30 Famulaturplätze in hausärztlichen und fünf in fachärztlichen Praxen vermittelt. Die im Rahmen des Projektes ausgewählten Praxen lagen in bayerischen Ortschaften mit weniger als 15.000 Einwohnern und bevorzugt in Gebieten mit festgestellter oder drohender Unter­versorgung.

So auch in diesem Jahr – nur stehen nun insgesamt 65 Famulaturplätze in Bayern und in Thüringen zur Verfügung. Als Unterstützung für den Famulaturmonat erhalten die Studierenden ein Stipendium in Höhe von 300 Euro und einen anteiligen Fahrtkostenzuschuss bis maximal 216 Euro. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. Oktober 2019
Berlin – Der Bundesrat hat heute die vom Bundestag beschlossene Änderung des Hochschulrahmengesetzes gebilligt. Sie setzt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) um. Dieses hatte die
Bundesrat billigt Änderungen bei Zulassung zum Medizinstudium
9. Oktober 2019
Wiesloch – Ärzte und Bevölkerung nehmen die Gesundheitsversorgung in Deutschland immer noch als sehr leistungsfähig wahr. Allerdings werden die Mängel und Probleme größer, wie der heute
Ärzte beklagen zunehmende Strukturprobleme
9. Oktober 2019
München – Bayern benötigt nach wie vor mehr Medizinstudienplätze. Das hat der Präsident der bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK), Gerald Quitterer, gestern im Vorfeld des 78. Bayerischen Ärztetages in
Bayerische Landesärztekammer sieht erhöhten Bedarf der „Ressource Arzt“
7. Oktober 2019
Augsburg – Bayerns jüngste Medizinfakultät startet mit einem landesweit einmaligen Modellstudiengang in den Lehrbetrieb. Die Augsburger Fakultät biete einen Studiengang an, der vorklinische und
Neue Medizinfakultät startet mit Modellstudiengang
4. Oktober 2019
Weimar – Ein breites Bündnis von Ärzten, Krankenkassen und weiteren Verbänden fordert die Landespolitik in Thüringen auf, mehr Medizin-Studienplätze einzurichten. „Aus Sicht der Lan­des­ärz­te­kam­mer
Breites Bündnis fordert mehr Medizinstudienplätze in Thüringen
27. September 2019
Magdeburg – Sachsen-Anhalt reserviert an den Universitäten in Magdeburg und Halle Studienplätze für angehende Landärzte. Ein entsprechendes Gesetz wurde gestern Abend vom Landtag in Magdeburg
Landtag in Sachsen-Anhalt stimmt für Quotenregelung im Medizinstudium
27. September 2019
Bad Segeberg – Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) will in ländlichen und strukturschwachen Regionen ein neues Versorgungsmodell etablieren. Sogenannte Teampraxen sollen die
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER