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Nationaler kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin steht zur Einsicht bereit

Montag, 27. Juli 2015

Berlin – Der Medizinische Fakultätentag (MFT) hat die sogenannten Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkataloge Medizin (NKLM) und Zahnmedizin (NKLZ) online veröffentlicht. Die Mitgliederversammlung des MFT hatte die beiden Kataloge Anfang Juni in Kiel verabschiedet. „Mit der Verabschiedung ist ein wichtiger Meilenstein für die Medizindidaktik erreicht worden“, sagte der Präsident des MFT, Heyo Kroemer.

NKLM und NKLZ definieren Kompetenzen, die sich am Berufsbild des Arztes und des Zahnarztes orientieren und die am Ende des jeweiligen Studiums vorliegen sollten. Es geht dabei um Wissen, Fertigkeiten sowie übergeordnete Lernziele.

Die Fakultäten können die Kataloge nutzen, um ihre Curricula zu überarbeiten. „Dies fördert nicht zuletzt die Vergleichbarkeit und die Ausbildungsqualität im Medizinstudium“, so Kroemer.

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„Ärztinnen/Ärzte nehmen eine Schlüsselfunktion im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft ein. Für jeden Menschen ist diese Berufsgruppe von potentiell existentieller Bedeutung und sie hat zunehmend eine wichtige gesellschaftliche Funktion, nicht mehr nur in sozialer, sondern auch in ökonomischer Hinsicht, da die Gesundheitswirtschaft eine der wesentlichen Säulen der Wirtschaft, aber auch ein Kostenfaktor ist“, beginnt der NKLM.

Das Medizinstudium müsse daher „mehreren Dimensionen Rechnung tragen“: Neben medizinischem Grundwissen gehe es auch um „Kompetenzen und Fertigkeiten in der Anwendung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie in der Kommu­nikation, der Interaktion und der Teamarbeit“.

Der Lernzielkatalog betont, das Medizinstudium müsse wegen der hohen ärztlichen Verantwortung zwingend eine wissenschaftliche Ausbildung sein, „da der stetige und schnelle Fortschritt in Wissenschaft und Forschung, die sich wandelnden gesell­schaftlichen Herausforderungen sowie die technologischen Möglichkeiten ein fundiertes, wissenschaftlich-analytisches und evidenzbasiertes Handeln erfordern“. Diese wissenschaftliche Ausbildung könne nur an Universitäten erfolgen. Dabei würden Krankenhäuser für den klinischen Erfahrungserwerb einbezogen. © hil/aerzteblatt.de

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