NewsVermischtesDeutsche wollen lieber professionell als von der Familie gepflegt werden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Deutsche wollen lieber professionell als von der Familie gepflegt werden

Dienstag, 28. Juli 2015

Frankfurt – Die Deutschen möchten im Pflegefall lieber von professionellen Pflegekräften als von Familienangehörigen betreut werden. Das zeigt eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact. Die Marktforscher haben dafür 1.032 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Etwa die Hälfte der Befragten (48 Prozent) würde in einem solchen Fall bevorzugt einen Wohnkomplex mit professioneller Pflege in Anspruch nehmen. Auf dem zweiten Platz folgen der Verbleib im eigenen Zuhause – betreut durch einen ambulanten Pflegedienst (37 Prozent) – oder das Leben in einem Mehrgenerationenhaus (jeweils 37 Prozent). Ein Drittel der Befragten kann sich zudem eine Senioren-WG für den Lebensabend vor­stellen (Platz 3 mit 33 Prozent). Abgeschlagen im Ranking der beliebtesten Formen betreuten Wohnens ist hingegen das klassische Pflegeheim (Platz 8 mit 12 Prozent). Auch die Betreuung durch Familienangehörige in den eigenen vier Wänden schneidet vergleichsweise schlecht ab (Platz 6 mit 20 Prozent).

Anzeige

Laut der Studie ist die deutsche Bevölkerung offen für Fachkräfte aus dem Ausland. Ein Großteil der Befragten (63 Prozent) hätte keinerlei Probleme damit, zu Hause von einer ausländischen Pflegekraft betreut zu werden. Auch bei der Wahl einer Pflegeeinrichtung spielt muttersprachliches Fachpersonal keine entscheidende Rolle. Nur jeder Siebte würde diesen Aspekt bei der Auswahl besonders berücksichtigen (14 Prozent).

Aber auch das Ehrenamt bietet ein Potenzial, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: 42 Prozent der Deutschen geben an, dass möglichst viele Pflegebedürftige in ihrer gewohnten Umgebung betreut werden sollten. Sie wären bereit, sich deshalb in diesem Bereich ehrenamtlich zu engagieren oder tun dies bereits.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. September 2019
Berlin – Die Kritik an der von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) geplanten Neuregelung zur Intensivpflege hält an. Weitere Verbände äußerten heute anlässlich einer Anhörung im Ministerium
Kritik an Spahns Plänen für Intensivpflege reißt nicht ab
11. September 2019
Berlin – Technisierung und Digitalisierung sind in aller Munde – ob beim selbstfahrenden Auto, beim E-Learning oder in der Medizin. In der Pflege hält die Digitalisierung aber nur zögerlich Einzug,
Krankenkassen wollen Nutzen digitaler Technik in der Pflege genau prüfen
6. September 2019
Erfurt – Thüringen will bei der Reform der Pflegeausbildung Nachteile für Altenpflegehelfer, die sich später zur Fachkraft qualifizieren wollen, vermeiden. Dabei gehe es konkret um jene Hilfskräfte,
Thüringen will Regelungslücke bei Weiterqualifizierung von Pflegehelfern schließen
5. September 2019
Bonn – Für mehr Selbstbestimmung im Betreuungsrecht hat sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ausgesprochen. „Die zentrale Aufgabe rechtlicher Betreuung muss es sein,
Senioren wollen mehr Selbstbestimmung im Betreuungsrecht
3. September 2019
Osnabrück – Die gescheiterten Gespräche zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern über eine Ausweitung der Personaluntergrenzen auf neue Pflegebereiche haben deutliche Kritik in der Politik
Deutliche Kritik am Scheitern der Gespräche zu Personaluntergrenzen in der Pflege
2. September 2019
Stuttgart – Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat auf den Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen im Land reagiert. Die Behörden können Pflegeeinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen bis zum Jahr
Baden-Württemberg lockert Einzelzimmervorgabe für Pflegeeinrichtungen
26. August 2019
Hamburg – Die Hamburger Krankenhäuser halten die seit Jahresbeginn bundesweit geltenden Personalvorgaben für pflegeintensive Bereiche zu 97 Prozent ein. Das habe eine Auswertung der Angaben von 21
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER