NewsPolitikIQWiG: Empfehlungen für neues DMP Rückenschmerz
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

IQWiG: Empfehlungen für neues DMP Rückenschmerz

Donnerstag, 30. Juli 2015

dpa

Köln – Die vorhandenen evidenzbasierten Leitlinien zum chronischen Rückenschmerz decken alle wichtigen Aspekte von Diagnostik, Therapie und Rückfallprophylaxe ab. Das ist das vorläufige Ergebnis einer Leitlinien-Recherche des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Ziel der Analyse war es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Disease-Management-Programm (DMP) Chronischer Rückenschmerz von Bedeutung sein könnten.

Bei der Diagnostik beim Rückenschmerz kommt es dem IQWiG zufolge vor allem darauf an, diejenigen Risikofaktoren zu identifizieren, die zu einer Chronifizierung führen können. Dazu thematisieren die sechs untersuchten Leitlinien die standardisierte Symptomerfassung, das Erfassen psychosozialer Risikofaktoren sowie Bildgebung, Blutuntersuchung und diagnostische Nervenblockaden.

Anzeige

Bei den Therapieempfehlungen fand das Institut wenig Unterschiede bei den analysierten Inhalten. So führen alle Leitlinien der Recherche zufolge neben der medikamentösen und der invasiven Therapie auch eine Vielzahl von nichtmedi­kamentösen Maßnahmen auf. Dazu gehören Massagen, manuelle Therapie, Bewegung und Physiotherapie sowie Yoga und die Verhaltenstherapie. Inkonsistenzen gebe es lediglich bei der medikamentösen Therapie mit Paracetamol und Phytotherapeutika, der Akupunktur sowie der Diskografie.

Im Hinblick auf die Empfehlungen für ein DMP Chronischer Rückenschmerz konnte das IQWiG nach eigenen Angaben relevante und potenziell relevante Inhalte herausfiltern. Dabei handelt es sich um Empfehlungen zur Diagnostik, zur Rezidivprophylaxe, zu nichtmedikamentösen und medikamentösen Maßnahmen und zur invasiven Therapie. Darüber hinaus hat das Institut aber auch zu den Versorgungsaspekten Patienten­schulung, Rehabilitationsmaßnahmen und Kooperation der Versorgungssektoren Empfehlungen identifiziert.

Bis zum 27. August können interessierte Personen und Institutionen zu diesem Vorbericht Stellungnahmen abgeben. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

8. Juli 2020
Silver Spring/Maryland – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einen implantierbaren Neurostimulator zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen zugelassen. Das Gerät eines irischen Herstellers stimuliert
Neurostimulator lindert chronische Rückenschmerzen
30. März 2020
London/Ontario − Eine Mikrodiskektomie, die heute bevorzugte Operation beim radikulären Lumbalsyndrom, hat in einer randomisierten Studie an Patienten mit chronischer bandscheibenbedingter
Bandscheibenvorfall: Mikrodiskektomie lindert Ischialgie bei radikulärem Lumbalsyndrom
3. März 2020
Düsseldorf – Mehr als jede fünfte Frau und mehr als jeder sechste Mann in Nordrhein-Westfalen leidet laut einer Befragung unter starken oder sogar sehr starken Schmerzen. Das geht aus einem Bericht
Mehr als jeder Sechste klagt über starke Schmerzen
24. Januar 2020
Berlin – Rückenschmerzen und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sind weiterhin der häufigste Grund für Fehlzeiten im Job. Das hat die DAK-Gesundheit nach Auswertung der eigenen Versichertendaten
Rückenschmerzen weiter häufigster Grund für Fehlzeiten
17. Dezember 2019
Berlin – Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Das zeigen neue Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Dem neuen Heilmittelreport des Instituts zufolge ist mehr als jeder sechste
Mehr als jeder Sechste leidet an chronischen Rückenschmerzen
1. Oktober 2019
Berlin – Der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) und die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) haben die
Kritik an Ausgestaltung des Disease-Management-Programms Rückenschmerz
18. April 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) hat in einer phasenweise turbulenten Sitzung das lang geforderte Disease Management Programm (DMP) Rücken beschlossen. Sofern das
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER