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Ärzteschaft

Erfolgreiches Projekt der Kammer Sachsen-Anhalt gegen Hausärztemangel verlängert

Freitag, 31. Juli 2015

Magdeburg – Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt (ÄKSA) hat nach den ersten drei Jahren eine positive Bilanz ihres Projektes „Quereinstieg in die Allgemeinmedizin“ gezogen. Es trage erste Früchte, 10 der 14 bereits geprüften Ärzte gehen mittlerweile einer Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung in Sachsen-Anhalt nach. Weitere Hausärzte sollen folgen. Aufgrund dieser Erfolge will die Kammer das Projekt um weitere drei Jahre verlängern.

„Die hausärztliche Versorgung ist einer der drängendsten Herausforderungen im Land“, verwies ÄKSA-Präsidentin Simone Heinemann-Meerz. Die Ärztekammer wolle daher nicht nur den Nachwuchs für die Allgemeinmedizin begeistern, sondern auch den Wechsel aus anderen Fachbereichen erleichtern. „Mit großem Erfolg konnten wir dies mit dem Quereinstieg umsetzen und haben das Modell daher weiter verlängert“, so Heinemann-Meerz.

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Dazu hat die Kammer die Koordinierungsstelle für die Weiterbildung zum Facharzt in der Allgemeinmedizin (KOSTA) ins Leben gerufen, die Ärzte beim Quereinstieg in die Allgemeinmedizin unterstüzt. Sie informiert, fördert und begleitet die Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin. Mitglieder der KOSTA sind Partner aus dem ambulanten und stationären Bereich wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA).

„Schon heute fehlen mehr als 160 Hausärzte für die ambulante Versorgung“, warnte KVSA-Vorsitzender Burkhard John. In zehn Jahren wachse der Bedarf auf über 800 Hausarztsitze, die nachbesetzt werden müssen. „Der Quereinstieg in die Allgemeinmedizin allein wird die Probleme nicht lösen können, leistet aber einen wertvollen Beitrag zur Abmilderung des Versorgungsproblems“, erklärte John.

© hil/aerzteblatt.de

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