NewsÄrzteschaftQualifizierte Transplantations­beauftragte sollen Vertrauen in die Organspende festigen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Qualifizierte Transplantations­beauftragte sollen Vertrauen in die Organspende festigen

Dienstag, 4. August 2015

München – Vor dem Hintergrund „besorgniserregend“ geringer Organspenden hat die bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) für einen qualifizierten Umgang mit dem Thema geworben. Den Weg dorthin soll künftig das überarbeitete bundeseinheitliche Curriculum für Transplantationsbeauftragte ebnen. „Es wird dazu beitragen, flächendeckend hochqualifizierte Transplantationsbeauftragte zu etablieren und so  Organspende und Transplantationsmedizin nachhaltig zu stärken, betonte BLÄK-Präsident Max Kaplan anlässlich der 15. Jahrestagung der Transplantationsbeauftragten in Bayern.

Dazu sei eine interdisziplinäre Vermittlung fundierter Fach- und Führungskompetenzen unerlässlich. „Transplantationsbeauftragte müssen über fachliche Fertigkeiten hinaus auch über besondere Kenntnisse in Fragen der Kommunikation, der Organisation, der Administration und der Qualitätssicherung sowie über spezifische ethische und juris­tische Belange verfügen“, unterstrich Kaplan. Dementsprechend müsse das Fortbil­dungscurriculum auch im Hinblick auf die Ausbildungszeit verhältnismäßig sein. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #104354
S.Matthies
am Dienstag, 25. August 2015, 16:50

Bedingtes Vertrauen

In vielen Kliniken ist der Transplantionsbeauftragte gleichzeitig Oberarzt der Intensivstation. Das hat die StäKo der BÄK zwar problematisiert, aber es ist immer noch so. Das kann dazu führen, dass der Oberarzt in seiner Doppelfunktion den Patienten sehr früh an die DSO meldet und beim ersten Verdacht eine Hirntoddiagnostik anberaumt. Dabei wäre es in vielen Fällen ratsam , dem Patienten Zeit zu geben, und dann erst eine Prognose zu wagen, mindestens 2-3 Tage. Ein Fall, der die heikle Problematik schildert, wird in Kürze vor dem Langgericht Mainz verhandelt. Der Chefarzt und Transplantationsbeauftragte meldete den Patienten mit dem hypoxischem Hirnschaden schon einen Tag nach der Einlieferung bei der DSO. Dann versuchte er immer wieder, den Hirntod zu verifizieren. Vergeblich. Der 73 jährige Patient starb erst Wochen nach der Einlieferung auf die Intensivstation.
http://silvia-matthies.de/das-mass-der-dinge/
LNS

Nachrichten zum Thema

22. Januar 2020
Berlin – Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat Nachbesserungen am in der vergangenen Woche beschlossene Gesetz zur Stärkung der
Intensivmediziner wollen Änderungen am Gesetz zur Organ- und Gewebespende
21. Januar 2020
Berlin – Die Bundesregierung plant keine Forschungsvorhaben, die in einem Zusammenhang mit Gebärmuttertransplantationen stehen. Das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf
Gebärmuttertransplantation: Keine Forschungsförderung geplant
17. Januar 2020
Berlin – Unter dem Eindruck der Abstimmung über die Widerspruchs- oder Entscheidungsregelung bei der Organspende gestern Vormittag im Bundestag hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) der
Spahn dankt der Ärzteschaft für Unterstützung in Debatte um Organspende
17. Januar 2020
Osnabrück – Nach der Ablehnung der doppelten Widerspruchslösung bei der Organspende in Deutschland durch den Bundestag könnte der Vorschlag in der nächsten Wahlperiode erneut auf der Tagesordnung
Patientenbeauftragte will Widerspruchslösung erneut vorbringen
17. Januar 2020
Köln – Nach der Bundestagsentscheidung zur Organspende setzt der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, jetzt vor allem auf verbesserte Abläufe in der
Menschen müssen von Organspende überzeugt werden
16. Januar 2020
Berlin – Der Bundestag hat sich in namentlicher Abstimmung für die Zustimmungslösung in der Organspende ausgesprochen. In der Schlussabstimmung gab es 669 abgegebene Stimmen. 432 Parlamentarier waren
Organspende: Bundestag beschließt Zustimmungslösung
16. Januar 2020
Berlin – Der Bundestag hat soeben in namentlicher Abstimmung eine Widerspruchsregelung in der Organspende abgelehnt. Es gab 674 abgegebene Stimmen. 292 Abgeordnete votierten für die Reform, 379 waren
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER