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Politik

Bundesver­sicherungsamt rügt Kassen im Umgang mit Fitness-Apps

Mittwoch, 5. August 2015

dpa

Berlin – Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat in seinem Tätigkeitsberichtbericht den Umgang einiger Krankenkassen mit Bonuszahlungen an Versicherte aufgrund von Fitnessdaten kritisiert. Dabei geht es nicht nur um datenschutzrechtliche Bestimmungen sondern auch die Qualität der Messmethoden, mit denen die Fitness-Apps und -armbänder Daten erheben. 

„Das Bundesversicherungsamt hat gegenüber den Krankenkassen erhebliche Zweifel an dieser Vorgehensweise deutlich gemacht“, heißt es in dem Bericht, den das Amt als Rechtsaufsicht über die gesetzlichen Krankenkassen kürzlich vorgelegt hat. Zwar könn­ten die Kassen ihren Versicherten für sportliche Aktivitäten Bonusleistungen gewähren, „welche an die regelmäßige Inanspruchnahme qualitätsgesicherter Maßnahmen ge­knüpft sind“, schreibt das BVA.

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„Sportliche Betätigungen können nach Auffassung des Bundesversicherungsamtes aber nur dann als qualitätsgesicherte Maßnahmen eingestuft werden, wenn diese nachweisbar unter fachlicher Anleitung erfolgen“, heißt es im Tätigkeitsbericht weiter. Da mit den Apps und Armbändern nur die quantitative Aktivität der Träger gemessen werden, können qualitative Daten über die Art des Sportes nicht erhoben werden. „Der erforderliche Nachweis, dass es sich bei der sportlichen Betätigung der Versicherten um qualitätsgesicherte Maßnahmen handelt, wird damit nicht geführt“, so das BVA. Laut dem Bericht haben die beanstandeten Kassen zum größten Teil ihre Bonus-Programme wieder eingestellt.

Dennoch ist das Thema Bonus für die Nutzung von Fitness-Apps auch in der GKV nicht vom Tisch: Während private Krankenversicherer gar einen eigenen Tarif für Kunden anbieten wollen, die per App Aktivitätsdaten übertragen, will die AOK Nordost den Kauf von Fitnessarmbändern in unterschiedlicher Ausführung finanziell unterstützten. Darunter fällt beispielsweise laut Medienberichten auch der Kauf der neuen Armbanduhr des Computerherstellers Apple, der AppleWatch. Ähnlich wie bei anderen Messgeräten anderer Hersteller soll es hier für Versicherte einen Zuschuss von 50 Euro beim Kauf geben. © bee/aerzteblatt.de

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