NewsPolitikBundesver­sicherungsamt rügt Kassen im Umgang mit Fitness-Apps
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bundesver­sicherungsamt rügt Kassen im Umgang mit Fitness-Apps

Mittwoch, 5. August 2015

dpa

Berlin – Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat in seinem Tätigkeitsberichtbericht den Umgang einiger Krankenkassen mit Bonuszahlungen an Versicherte aufgrund von Fitnessdaten kritisiert. Dabei geht es nicht nur um datenschutzrechtliche Bestimmungen sondern auch die Qualität der Messmethoden, mit denen die Fitness-Apps und -armbänder Daten erheben. 

„Das Bundesversicherungsamt hat gegenüber den Krankenkassen erhebliche Zweifel an dieser Vorgehensweise deutlich gemacht“, heißt es in dem Bericht, den das Amt als Rechtsaufsicht über die gesetzlichen Krankenkassen kürzlich vorgelegt hat. Zwar könn­ten die Kassen ihren Versicherten für sportliche Aktivitäten Bonusleistungen gewähren, „welche an die regelmäßige Inanspruchnahme qualitätsgesicherter Maßnahmen ge­knüpft sind“, schreibt das BVA.

Anzeige

„Sportliche Betätigungen können nach Auffassung des Bundesversicherungsamtes aber nur dann als qualitätsgesicherte Maßnahmen eingestuft werden, wenn diese nachweisbar unter fachlicher Anleitung erfolgen“, heißt es im Tätigkeitsbericht weiter. Da mit den Apps und Armbändern nur die quantitative Aktivität der Träger gemessen werden, können qualitative Daten über die Art des Sportes nicht erhoben werden. „Der erforderliche Nachweis, dass es sich bei der sportlichen Betätigung der Versicherten um qualitätsgesicherte Maßnahmen handelt, wird damit nicht geführt“, so das BVA. Laut dem Bericht haben die beanstandeten Kassen zum größten Teil ihre Bonus-Programme wieder eingestellt.

Dennoch ist das Thema Bonus für die Nutzung von Fitness-Apps auch in der GKV nicht vom Tisch: Während private Krankenversicherer gar einen eigenen Tarif für Kunden anbieten wollen, die per App Aktivitätsdaten übertragen, will die AOK Nordost den Kauf von Fitnessarmbändern in unterschiedlicher Ausführung finanziell unterstützten. Darunter fällt beispielsweise laut Medienberichten auch der Kauf der neuen Armbanduhr des Computerherstellers Apple, der AppleWatch. Ähnlich wie bei anderen Messgeräten anderer Hersteller soll es hier für Versicherte einen Zuschuss von 50 Euro beim Kauf geben. © bee/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. April 2020
Berlin – Das Bundeskabinett hat heute den von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) vorgelegten Entwurf zum Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) beschlossen. Danach soll das E-Rezept für
Digitalisierung: Kabinett beschließt Patientendaten-Schutzgesetz
1. April 2020
Berlin – Der Hackathon #WirVsVirus hat nach acht Tagen seine Gewinner gekürt. Aus rund 1.500 Projekten wurden diese Woche die 20 Besten ausgezeichnet. Sie sollen nun in ihrer Weiterentwicklung
Hackathon fördert digitale Lösungen für Krisenzeiten
31. März 2020
Berlin − Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium will morgen im Bundeskabinett das Patientendatenschutzgesetz (PDSG) verabschieden lassen. Dafür wurde heute ein Kabinettsentwurf verschickt, der nach
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium will E-Rezept verpflichtend ab Anfang 2022
31. März 2020
Berlin – Viele Menschen wünschen sich in der Coronakrise Onlinesprechstunden beim Arzt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, Ärzte sollten zur Verringerung der Coronavirus-Ansteckungsgefahr
Zwei Drittel wollen Onlinesprechstunden beim Arzt
30. März 2020
Berlin - In Zeiten der Coronakrise können innovative digitale Lösungen zur Unterstützung und Entlastung von Krankenhäusern und Arztpraxen hilfreich sein. So nutzen deutlich mehr Ärzte inzwischen
Corona-Pandemie: Digitale Werkzeuge für den medizinischen Alltag
30. März 2020
Kiel – Die Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel zieht ihr Förderprogramm „Digitales Lehren und Lernen an der CAU“ vor und stattet es mit einem Sonderbudget von zwei Millionen Euro aus. Das
Universität Kiel investiert in Ausbau der digitalen Lehre
25. März 2020
Düsseldorf – Vor dem Hintergrund der Coronakrise forciert die nordrhein-westfälische Landesregierung ihr Projekt zum sogenannten virtuellen Krankenhaus und zieht den ursprünglich im Frühjahr 2020
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER