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Hitzewelle: Hohe Ozonwerte vor allem am Stadtrand

Donnerstag, 6. August 2015

dpa

Dessau-Roßlau – Das Umweltbundesamt hat vor den gesundheitlichen Folgen von heißem Wetter gewarnt. Viel Sonne habe auch Nebenwirkungen: Neben Sonnenbrand gefährde vor allem zu viel Ozon die Gesundheit, heißt es dazu aus der Behörde.

Besonders hoch sind die Werte dem Amt zufolge meist am Mittag und Nachmittag. Deshalb empfiehlt es, Sport und andere körperlich anstrengende Tätigkeiten möglichst in den Abend und frühen Morgen zu legen. Dann sei die Belastung deutlich geringer. Das Amt weist zudem darauf hin, dass die Ozonwerte außerhalb der Innenstädte oft deutlich höher sind.

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Der Grund: Die Vorläuferstoffe des Ozons – Stickstoffoxide aus dem Verkehr und flüchtige organische Verbindungen aus Lösemitteln von Farben, Lacken, Klebstoffen oder Reinigungsmitteln – werden durch Wind aus der Stadt transportiert, wo sie zu Ozon reagieren. Dagegen werde Ozon in Innenstädten durch die Reaktion von Stickstoff­monoxid (NO) aus Autoabgasen mit Ozon abgebaut. Somit sei die Ozonbelastung in Innenstädten deutlich niedriger.

Laut Umweltbundesamt kann Ozon in hohen Konzentrationen der Gesundheit schaden. Es reizt die Atemwege, verursacht Husten, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Auch Einschränkungen der Lungenfunktion seien möglich. Empfindliche oder vorgeschädigte Personen und durch Atemwegserkrankungen vorbelastete Kinder sollten deshalb bei hohen Ozonwerten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, so der Rat aus der Behörde.

Laut Umweltbundesamt haben die ganz hohen Ozonspitzenwerte aus früherer Zeit seit 1990 in Deutschland deutlich abgenommen. Dagegen sei die mittlere Belastung gestiegen. Die Ozonwerte dürfen den Wert von 120 µg /m3, im Mittel über 8 Stunden, an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr überschreiten. Ab einem Ozonwert von 180 µg/m3 (1h-Mittelwert) werden über die Medien Verhaltensempfehlungen an die Bevölkerung gegeben. © hil/aerzteblatt.de

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