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Nephrologen betonen Bedeutung der Dialyse im Krankenhaus

Montag, 10. August 2015

dpa

Berlin – Die Bedeutung der Dialyse in Krankenhäuser betonen verschiedene Verbände der Nephrologen. Zwar würden die meisten der rund 80.000 Dialysepatienten in Deutschland im ambulanten und nur zu einem geringen Teil im stationären Sektor versorgt – die stationäre Dialyse sei aber trotzdem unverzichtbar, hieß es aus der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN). Dem Appell haben sich der Verband leitender Klinikärzte in der Nephrologie (VLKN), die niedergelassenen Nephrologen des Verbandes Deutsche Nierenzentren (DN) sowie die gemeinnützigen Dialyseanbieter KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation und die PHV – Der Dialysepartner Patienten-Heimversorgung angeschlossen.

Das Spektrum der Dialyse im Krankenhaus reicht von der Akut-und Notfall-Dialyse sowie der Behandlung von Patienten mit akutem Nierenversagen auf Intensivstationen über die Dialyse bei chronischen Dialysepatienten mit stationär behandlungspflichtigen Erkran­kungen bis hin zur chronischen Dialyse. Letztere stellten die Kostenträger laut den nephrologischen Verbänden nun grundsätzlich infrage. „Ein solcher Schritt gefährdet perspektivisch die gesamte Dialyseversorgung in Deutschland“, warnte Jürgen Floege, Präsident der DGfN.

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Die Fachgesellschaft betonte, für eine hochqualitative stationäre Versorgung nieren­insuffizienter Patienten sei Erfahrung erforderlich. Wenn im Krankenhaus nur noch Notfalldialysen durchgeführt würden, fehle die Behandlungsroutine und die Weiter­bildung sei nicht mehr gewährleistet.

Die chronischen Dialysebehandlungen im Krankenhaus sorgten außerdem für eine gleichmäßige Auslastung der Dialyseeinrichtung und trügen damit zur Wirtschaftlichkeit bei. „Auch wir niedergelassenen Nephrologen protestieren gegen das Vorhaben, die Zahl chronischer Dialysen in Krankenhäusern drastisch zu reduzieren. Dies würde unnötig die gute, flächendeckende Versorgung von Dialysepatienten in Deutschland aufs Spiel setzen“, erklärte Michael Daschner, Vorstandsvorsitzender des DN. © hil/aerzteblatt.de

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