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Ärzteschaft

Entlastungs­assistentinnen unterstützen Kardiologen und Gastro­enterologen in Baden-Württemberg

Dienstag, 11. August 2015

Stuttgart – Kardiologen und Gastroenterologen in Baden-Württemberg können im Rahmen der Facharztverträge von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK jetzt ebenfalls sogenannte „Entlastungsassistentinnen in der Facharztpraxis“ (EFAs) einsetzen. Sie übernehmen ähnlich der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) delegationsfähige Aufgaben. Die Versorgungsleistungen der EFAs werden in den Facharzt-Verträgen Gastroenterologie und Kardiologie rückwirkend ab dem 1. Juli vergütet.

Im Neurologie-Facharztvertrag kommen EFAs bereits seit 2014 bei Patienten mit Parkinson, Demenz, Epilepsie und Multipler Sklerose zum Einsatz. Die Neuro-EFAs unterstützen den Arzt zum Beispiel bei der Kontrolle der regelmäßigen Medikamenten-Einnahme oder der Anfallsdokumentation bei Epileptikern. Als Voraussetzung für diese Tätigkeit durchlaufen die Medizinischen Fachangestellten eine Weiterbildung, die von der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg zertifiziert ist. Die Fortbildung übernimmt das Institut für fachübergreifende Fortbildung und Versorgungsforschung der MEDI Verbünde (IFFM).

„Spezifisch weitergebildete medizinische Fachangestellte stellen für die Verbesserung der ambulanten Versorgungsqualität eine immer wichtigere Säule dar“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann. Der stellvertretende Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Ekkehard Ruebsam-Simon, ergänzte: „Die EFAs sind eine wesentliche Neuerung, denn sie ermöglichen eine intensivere und verbesserte Betreuung der Patienten und entlasten die Ärzte bei wichtigen Routinearbeiten.“ Ruebsam-Simon wies daraufhin, dass die EFAs nach der Fortbildung jährlich mindestens einen Qualitätszirkel absolvieren, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

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Medizinische Fachangestellte, die als Kardio-EFA arbeiten möchten, können jetzt das notwendige Wissen in einer 80-stündigen Fortbildung zum Umgang mit den Krank­heitsbildern Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Vitien und Koronare Herzerkrankung erwerben. Für Fachangestellte aus Praxen, die am 73c-Facharztvertrag Gastroenterologie teilnehmen, wurde ein ebenfalls 80-stündiges Curriculum entwickelt. Verantwortlich zeichnet hier die Akademie für Medizin und Management (AkaMeMa) zusammen mit dem Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen in Baden-Württemberg und dem IFFM.

© hil/aerzteblatt.de

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