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Profifußballer leben gefährlich

Donnerstag, 13. August 2015

dpa

Berlin – Mehr Prävention und Gesundheitsschutz im Profifußball fordert die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM). Ein guter Maßstab zur Bewertung von körperlichen Überlastungen im Bereich des Sports sind laut der Fachgesellschaft die Anzahl und die Schwere von Sportverletzungen: Laut der sogenannten Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) beträgt die Unfallquote im Profisport über 2.000 Unfälle pro 1.000 Beschäftigte im Jahr, also im Durchschnitt mindestens zwei meldepflichtige Arbeitsunfälle pro Profisportler und Jahr. „Im gewerblichen Bereich wäre eine Unfallquote wie im bezahlten Fußball vollkommen inakzeptabel“, kommentiert die die DGAUM.

Bei den VGB sind alle Sportler versichert, die vom Verein mehr als 200 Euro monatlich bekommen, im Fußball sind das also auch Sportler in der fünften und sechsten Liga. Zum Vergleich: Im Bereich der gewerblichen Berufsgenossenschaften sind im Jahr 2013 bezogen auf 1.000 Vollarbeitskräfte im Durchschnitt 22,50 meldepflichtige Arbeitsunfälle aufgetreten. Die höchste Quote gibt es – vom Profisport abgesehen – in der Bauwirtschaft mit durchschnittlich 57,32 meldepflichtigen Arbeitsunfällen je 1.000 Beschäftigten. Die wenigsten Unfälle ereignen sich mit durchschnittlich12,97 meldepflichtigen Arbeitsunfällen je 1.000 Beschäftigte im Verwaltungsbereich.

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Die DGAUM fordert vor dem morgigen Start der neuen Bundesligasaison unter anderem eine Task Force zur Reduzierung von Arbeitsunfällen im Fußball, eine stärkere Berücksichtigung arbeitsmedizinischer Präventionskonzepte im Profisport und mehr Forschung zur Vermeidung von Sportunfällen. © hil/aerzteblatt.de

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