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Medizin

Tattoo-Entfernung mittels Laser setzt Blausäure frei

Donnerstag, 13. August 2015

dpa

Berlin – Möglicherweise birgt die Entfernung von Tätowierungen mittels eines Lasers für die Betroffenen Risiken. So berichtet es das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in der Zeitschrift Scientific Reports (doi 10.1038/srep12915).

Wissenschaftler des Instituts haben die Spaltprodukte bestimmt, die bei einer Rubin­laser­­bestrahlung des kupferhaltigen Pigments Phthalocyanin-Blau entstehen, wie es beim Tätowieren verwandt wird. Dazu gehören 1,2-Benzendicarbonitril, Benzonitril, Benzol sowie Blausäure. „Wir konnten zum ersten Mal zeigen, dass bei der Laser­behand­lung eines Tätowierungspigments in wässriger Suspension Stoffe in Kon­zentra­tionen entstehen, die hoch genug wären, in der Haut Zellschäden zu verursachen“, sagte der BfR-Präsident Andreas Hensel.

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Bislang seien Daten zum laserbedingten Abbau von in Tätowierungsmitteln verwendeten Pigmenten nur für einige Azofarbstoffen verfügbar. Daten zum Zerfall von eher lichtbeständigen Molekülen wie Phthalocyaninen fehlten. So gab es zu Kupfer-Phthalocyanin laut dem BfR bisher keine Daten zu dessen Sicherheit als Täto­wierungsmittel oder über dessen Zerfallsverhalten.

Während die Entfernung mittels Laser zu toxischen Spaltprodukten führen kann, steht bei der chirurgischen Entfernung des entsprechenden Hautareals die Infektionsgefahr im Vordergrund. Das Institut rät Verbrauchern, sich Tätowierungen nur mittels medizinisch anerkannter Verfahren und von geschultem Personal in dermatologischen Einrichtungen entfernen zu lassen. © hil/aerzteblatt.de

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