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Vermischtes

Bronchiektasen sind häufiger als gedacht

Montag, 17. August 2015

Hannover – Neues Wissen über Bronchiektasen soll das sogenannte Bronchiektasen­register „Prognosis“ schaffen. „Nach einem Vorlauf von rund drei Jahren sind wir sehr glücklich, endlich die so wertvollen Daten unserer Bronchiektasenpatienten systematisch in einem spezifischen Register erfassen zu können“, sagte Felix Ringshausen, Oberarzt in der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover und einer der Initiatoren des Registers.

Bronchiektasen sind mit Schleim und Eiter gefüllte Aussackungen der Atemwege, die zu starkem Husten, Ausgezehrtheit und chronischer Entzündung führen. Zwar werden sie in Verbindung mit einer Mukoviszidose (Cystic Fibrosis, CF) schon seit langer Zeit gezielt behandelt, wenn sie aber nicht mit einer CF in Verbindung stehen, fielen sie lange Zeit in die Kategorie der seltenen Erkrankungen.

Zu Unrecht, wie das Team um Ringshausen jetzt zeigte: Laut ihren Analysen lag die Prävalenz in Deutschland im Jahr 2013 bei 6,7 pro 10.000 Personen. Die Mehrheit der Patienten wurde ambulant behandelt, und mehr als die Hälfte der erkrankten Patienten litten außerdem an einer chronisch obstruktiven Ventilationsstörung. „Da das Bewusst­sein für diese Krankheit weltweit stark auf dem Vormarsch ist, muss damit gerechnet werden, dass Bronchiektasen in Zukunft sogar noch häufiger diagnostiziert werden“, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Ringshausen kündigte an, auf der Basis der Register-Ergebnisse in den kommenden Jahren unter anderem deutschsprachige Leitlinien für die Diagnostik sowie Prognosemarker für Non-CF-Bronchiektasen zu entwickeln, um die Versorgung der Patienten nachhaltig zu verbessern.

Im Augenblick liefern 17 Zentren Daten für das Register, unter ihnen etliche nieder­gelassene Lungenfachärzte. Mittelfristig sollen sich mindestens 25 Zentren an der Datensammlung beteiligen. Interessierte Ärzte können sich dazu an das Register wenden.

© hil/aerzteblatt.de

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