Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Handlungsempfehlung zum Umgang mit Suchtkrankheit im Alter

Montag, 17. August 2015

Köln – Handlungsempfehlungen für Pflegekräfte zum Umgang mit suchtkranken Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen haben Wissenschaftler der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) vorgestellt. Das Forschungsprojekt „Sucht im Alter – Netz- und netzwerkbasierte Optimierung der ambulanten und stationären Pflege“ (SANOPSA) wurde vom Bundesforschungsministerium unterstützt.

„Es ist oft nicht leicht, bei älteren Personen eine Suchtproblematik zu erkennen, da bei ihnen zum Beispiel Trinkexzesse oder impulsive, aggressive Äußerungen seltener vorkommen“, erläutert die Projektleiterin Tanja Hoff. Darüber hinaus sei es oft schwierig, zwischen altersbedingten Veränderungen und Folgen von Suchtmittelkonsum zu unterscheiden. Für die Bewohner sei es aber zum Teil lebenswichtig, dass die Pflegekräfte Entzugserscheinungen oder eine mögliche Vergiftung rechtzeitig erkennen und richtig reagieren.

Die Handlungsempfehlungen enthalten Frage- und Dokumentationsbögen sowie Checklisten, die den Pflegekräften den Umgang mit suchtkranken oder -gefährdeten Bewohnern erleichtern sollen. Danach ist es besonders wichtig, schon bei der Aufnahme eines Bewohners einen möglichen Substanzabusus systematisch zu erfragen, gegebenenfalls auch über eine Fremdanamnese. „Nimmt der Bewohner mehr als drei Medikamente nebeneinander ein, sollte sich beim Arzt rückversichert werden, ob alle diese Medikamente für den Bewohner notwendig sind“, heißt es außerdem in den Handlungsmanualen.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

24.05.17
An Himmelfahrt steigt die Zahl der Alkoholvergiftungen
Hamburg – Zu Himmelfahrt – dem Vatertag – landen fast fünfmal so viele junge Männer zwischen 16 und 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik wie im Jahresdurchschnitt. Darauf hat die......
18.05.17
Alkoholkonsum junger Menschen rückläufig
Berlin – Jugendliche und junge Erwachsene trinken weniger und auch später Alkohol. Den ersten Rausch erleben sie heute mit 16,4 Jahren. Im Jahr 2004 lag das Durschnittsalter bei Jungs wie Mädchen noch......
18.05.17
Bad Bentheim – Beratungsstellen und Gynäkologen sollten ausführlicher über die schwerwiegenden Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft informieren. Das forderten Experten bei einer Fachtagung......
17.05.17
Deutschland bei Alkoholkonsum in Spitzengruppe
Genf – Wo ist die Luft am schlechtesten, wer trinkt am meisten, wie problematisch ist Malaria? Antworten gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Statistischen Jahrbuch, das heute......
15.05.17
Beikonsum bei Alkoholkranken wächst
Berlin – Immer mehr Alkoholkranke konsumieren auch andere Drogen. Wie die Krankenkasse Barmer heute unter Berufung auf ihre Patientendaten berichtete, war im Jahr 2015 bei rund 16 Prozent der bei der......
11.05.17
Hausärzte sollen Alkoholprobleme offen ansprechen
Magdeburg – Hausärzte sind Vertrauenspersonen und kennen ihre Patienten oft so gut wie kaum jemand sonst. Dennoch gibt es Themen, die viele von ihnen meiden. Das Thema Alkohol gehört dazu. Experten......
11.05.17
Alkohol: Experten fordern Verbot am Steuer
Berlin – Angesichts von tausenden Verletzten und mehr als 250 Toten durch Alkoholunfälle haben Experten ein absolutes Alkoholverbot am Steuer gefordert. Fast jeder 14. Unfalltote sei 2015 gestorben,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige