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Medizin

Elektronische Reminder bewähren sich bei Schutzimpfungen

Dienstag, 18. August 2015

dpa

Ann Arbor – Elektronische Erinnerungssysteme für Patienten haben sich in einer Studie der University of Michigan besonders bewährt: Die Rate für eine Auffrisch-Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten stiegen durch die elektronische Erinnerung in einzelnen Klinken um das Dreifache. Die Arbeitsgruppe publizierte ihre Ergebnisse im American Journal of Public Health (doi: 10.2105/AJPH.2015.302739).

„Die Studie zeigt, wie neue technische Systeme dazu beitragen können, Präventions­strategien effektiv zu unterstützen“, sagte Grant Greenberg, Senior-Autor der Studie. Das elektronische Erinnerungssystem wurde für die Studie an fünf Kliniken der Universität eingesetzt. Die Forscher bezogen Patienten zwischen elf und 64 Jahren ein. Einzelne Kliniken verzeichneten ein Ansteigen der Durchimpfungsrate für die drei Erkrankungen von 16 auf 47 Prozent andere ein Wachstum von 14 auf 30 Prozent. 

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Über die verschiedenen Zentren gesehen führte das System zu einer Durch­impfungs­rate von 76 Prozent der 31.195 eingeschlossenen Patienten zwischen 19 und 64 Jahren und von 85 Prozent der 3.278 Patienten zwischen elf und 18 Jahren. Die Durch­impfungsrate für eine vergleichbare Population liegt ohne die elektronischen Erinnerungssysteme laut den Wissenschaftlern bei rund 59 Prozent.

Die Forscher vermuten, dass die elektronischen Systeme auch Vorteile bei der Betreu­ung chronischer Erkrankungen und im Rahmen von Screeningprogrammen haben könnten.

© hil/aerzteblatt.de

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