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Ärzteschaft

Erfolgreicher Hausarztvertrag in Nordrhein

Dienstag, 18. August 2015

Düsseldorf – Der Hausärzte-Strukturvertrag zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und der AOK Rheinland/Hamburg bewährt sich: Im ersten Quartal dieses Jahres haben 2.340 und damit rund ein Drittel der nordrheinischen Hausärzte Leis­tungen nach dem Vertrag erbracht. Über 270.000 nordrheinische Patienten wurden dabei versorgt. „Zwei Ziele haben wir und unser Vertragspartner bei diesem Vertrag hauptsächlich verfolgt: Wir wollten die Behandlung betreuungsintensiver Patienten verbessern und die hausärztliche Versorgung stärken. Beides ist uns aus heutiger Sicht gelungen“, zog der KV-Vorsitzende Peter Potthoff ein positives Fazit.

Der Vertrag honoriert den hohen Aufwand der Hausärzte bei der Beratung, Behandlung und Betreuung von Patienten mit bestimmten festgelegten Erkrankungen. Dabei soll die Bürokratie in den Praxen möglichst gering bleiben. Die zusätzlichen Betreuungs­pauschalen von bis zu knapp 7,50 Euro werden von der KV Nordrhein bei der normalen Abrechnung über eine Symbolnummer automatisch berücksichtigt, für die Abrechnung ist daher auch keine separate Software nötig.

„Entscheidend bei der Vergütung ist, dass die Leistungen innerhalb des Hausärzte-Strukturvertrags die Honorierung der Hausärzte im kollektiven vertragsärztlichen Vergütungssystem ergänzen und damit erhöhen“, sagt Bernhard Brautmeier, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein.

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Die durchschnittliche Vergütung je Versichertem im Hausärzte-Strukturvertrag beträgt 7,47 Euro, die zusätzlich zur Vergütung innerhalb der Regelversorgung, also extrabudgetär, abgerechnet werden. Damit erhöht sich die durchschnittliche hausärztliche Vergütung bei den teilnehmenden Ärzten von 59,66 auf 67,13 Euro je Patient.

Darüber hinaus werden Besuchsleistungen, Dringlichkeitsbesuche, Pflegeheimbesuche, das Überleitungs- und das Arzneimittelmanagement gefördert. So werden etwa Haus- und Pflegeheimbesuche bis zu einer Entfernung von zehn Kilometern mit 15 Euro, über zehn Kilometern mit 17,50 Euro vergütet. Bei Dringlichkeitsbesuchen werden 40 Euro bezahlt.

Die KV weist daraufhin, dass prinzipiell alle Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte an dem Vertrag teilnehmen können. Sie müssen dazu keinen gesonderten Teilnahmeantrag stellen, allerdings viermal pro Jahr an Qualitätszirkeln teilnehmen. Weitere Voraussetzungen zur Teilnahme sind nicht vorgesehen. Die Versicherten der AOK Rheinland / Hamburg mit Wohnort in Nordrhein müssen ihre Teilnahme schriftlich gegenüber dem behandelnden Hausarzt bestätigen. © hil/aerzteblatt.de

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